KV-Blatt 12/2015

KV-Blatt 12/2015 Titelblatt Eine HIV-Infektion hat im Jahr 2015 viel von ihrem Schrecken verloren, sie bedeutet schon lange nicht mehr ein unaufhaltsames, leidvolles Sterben binnen weniger Jahre. Die Infektion ist gut behandelbar, sofern mit der Therapie so früh wie möglich begonnen wird. Die sogenannten Aids-assoziierten Erkrankungen lassen sich bei konsequenter Adhärenz der Patienten erfolgreich kontrollieren, neue potente Medikamente ersetzen die Dreifach-Kombinationen der 1990er-Jahre. Grund zur Entwarnung gibt es freilich nicht. Die Neuinfektionen mit HIV steigen seit Jahren leicht, aber kontinuierlich an, die Medikation erfolgt nach jetzigem Stand lebenslang, mögliche Nebenwirkungen der Therapie sind noch nicht bekannt, psychische Belastungen bleiben bestehen. Die Behandlung HIV-infizierter Patienten erfolgt in Berlin überwiegend in ambulanten Schwerpunktpraxen, die niedergelassenen Spezialisten sind zudem in der Forschung und Lehre tätig. In ihrem ganzheitlichen Blick auf das Infektionsgeschehen, der auch Maßnahmen der Aufklärung und Prävention einschließt, ist die Medizin offenbar weiter als die Politik.

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