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Ärztliche Zweitmeinung

Ist ein operativer Eingriff wirklich nötig? Diese Frage stellen sich viele Patientinnen und Patienten, wenn ihnen eine Operation empfohlen wird. Häufig gibt es gute Argumente dafür, aber auch dagegen. Wer als Laie eine informierte Entscheidung treffen soll, fühlt sich nicht selten überfordert. Deshalb können gesetzlich Versicherte bei bestimmten planbaren Operationen eine kostenlose Zweitmeinung einholen, die sie bei der Entscheidung unterstützen soll.

Dabei schaut sich eine zweite Ärztin oder ein zweiter Arzt die vorliegenden Befunde an und führt ein persönliches Beratungsgespräch. Nur in Einzelfällen werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Im Mittelpunkt der unabhängigen zweiten Beratung steht die Frage, ob der geplante Eingriff medizinisch wirklich erforderlich ist und welche anderen Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen. 

Verfahren

Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten für eine ärztliche Zweitmeinung für

  • das operative Entfernen der Mandeln beziehungsweise von Teilen der Mandeln (Tonsillektomie, Tonsillotomie),
  • das operative Entfernen der Gebärmutter (Hysterektomie) und
  • bei arthroskopischen Eingriffen am Schultergelenk (Schulterarthroskopie).

Allerdings kann nicht jede Praxis im Rahmen des offiziellen Zweitmeinungsverfahrens eine zweite Beurteilung durchführen, dafür muss eine Genehmigung der KV Berlin vorliegen:

Listen genehmigter Zweitmeiner
Liste der genehmigten Zweitmeiner Hysterektomie
Liste der genehmigten Zweitmeiner Schulterarthroskopie
Liste der genehmigten Zweitmeiner Tonsillotomie, Tonsillektomie