Mammographie-Screening

Flyer Mammographie-Screeening, 10/2008 Als eines der ersten Bundesländer hat Berlin das von der Bundesregierung beschlossene Programm zur Früherkennung von Brustkrebs flächendeckend eingeführt. Berlinerinnen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren haben die Möglichkeit, sich alle zwei Jahre untersuchen zu lassen.

Die teilnahmeberechtigten Frauen werden dazu von der Zentralen Stelle, einer gemeinsamen Einrichtung der Krankenkassenverbände und der Kassenärztlichen Vereinigung, schriftlich eingeladen. In Berlin betrifft dies rund 437.000 Frauen.

Ziel des Mammographie-Screenings ist es, Brustkrebs früh zu erkennen, das heißt, bevor er tastbar ist oder andere Symptome hervorruft. Dadurch können die Heilungschancen erhöht sowie die Anzahl der radikalen Operationen und belastenden Therapien erheb-
lich verringert werden. Brustkrebs ist in Deutschland mit etwa 57.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jede Zehnte erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Knapp 18.000 Frauen sterben jedes Jahr an dieser Krankheit, weil diese oftmals zu spät entdeckt wurde.

Zusatzangebot zur jährlichen Früherkennung

Die Mammographie gilt derzeit als die beste Methode, um auch kleine, noch beschwerdefreie Tumore zu diagnostizieren. Sie stellt eine wichtige Ergänzung zur jährlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchung durch die Frauenärzte dar. Die Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs war vor Einführung des Screenings keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Nunmehr werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen bzw. für nicht versicherte Frauen von den Sozialhilfeträgern im Rahmen des Früherkennungsprogramms übernommen. Die Kostenübernahme bei Privatversicherten richtet sich nach dem individuellen Vertrag (Selbstbehalt).

Höchste Qualitätsanforderungen

Das Mammographie-Screening erfolgt bundesweit nach gleichen, genau festgelegten Spielregeln. Sämtliche Abläufe von der Einladung der Frauen bis zur Evaluation unterliegen der Europäischen Leitlinie zur Qualitätssicherung von Brustkrebs-Screening. So ist vorgeschrieben, dass jede Röntgenaufnahme von zwei Medizinern unabhängig voneinander beurteilt wird. Weichen die Befunde voneinander ab, wird der programmverantwortliche Arzt hinzugezogen. Die Ärzte müssen jährlich mindestens 5.000 Bilder befunden. Neben Fallkonferenzen, einer speziellen Ausbildung und regelmäßigen Fortbildungen für das gesamte Screening-Team wird täglich die Qualität der Geräte von einem Referenzzentrum kontrolliert.

(Quelle: KV Berlin)

Im Blickpunkt

Telefon-Hotline der Zentralen Stelle für Berlin
03342/ 4269-00
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