Zur änd-Meldung >Streit um ambulante Notfallbehandlungen "KV Berlin gefährdet Patientensicherheit"< vom 2. Februar 2016:

Qualität für Kassenpatienten soll erhalten bleiben

Berlin, 02.02.2016. Zur heute vom Ärztenachrichtendienst (änd) auf facharzt.de veröffentlichten Meldung, die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin wolle Behandlungen in Notaufnahmen ohne Begründung nicht mehr vergüten, stellt der Vorstand der KV Berlin klar:

„Die KV Berlin schränkt die Tätigkeit in den Rettungsstellen nicht ein. Wir weisen lediglich darauf hin, dass Behandlungen dort von der KV Berlin nur unter zwei Voraussetzungen bezahlt werden können: entweder bei einem Notfall oder bei einer medizinischen Versorgung zu einer Uhrzeit, zu der kein Vertragsarzt zur Verfügung steht. Letzteres ist jedoch in Berlin werktags bei über 9.000 Kassenärzten in über 6.000 Praxen tagsüber nicht der Fall.“

Eine Notfallbehandlung sei eindeutig definiert: so dürfe diese nur in dem Umfang erfolgen, der nötig ist, um den Patienten in die Lage zu versetzen, einen niedergelassenen Arzt aufzusuchen. „Ein Beinbruch muss natürlich sofort gegipst werden. Bei einer Bindehautentzündung kann der Betroffene jedoch an einen Vertragsarzt verwiesen werden.“

Wichtig ist dem Vorstand der Berliner Vertragsärzte und -psychotherapeuten insbesondere die Qualität der ambulanten Versorgung: In einer Notaufnahme erfolge das Ansehen des Patienten häufig durch eine Krankenschwester, während es in einer Praxis ureigene Aufgabe des Arztes sei. Ferner seien Ärzte in einer Rettungsstelle oftmals noch keine Fachärzte, sondern Ärzte in Ausbildung – ein wesentlicher Unterschied zu einem niedergelassenen Vertragsarzt. Dessen Arbeit und Praxis unterliege darüber hinaus regelmäßigen Qualitätskontrollen, um eine bestmögliche medizinische Versorgung für gesetzlich Krankenversicherte zu gewährleisten.


Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin ist die Dachorganisation der mehr als 9.000 ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten in Berlin. Sie sorgt unter anderem dafür, dass die ambulante medizinische Versorgung von gesetzlich krankenversicherten Patienten auf hohem Qualitätsniveau stattfindet und dass diese den Arzt ihrer Wahl aufsuchen können, ganz gleich, in welcher Krankenkasse sie versichert sind.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 02.02.2016

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