KV Berlin bietet für dringende Fälle rund um die Uhr fahrenden Bereitschaftsdienst an

Bundesweiter Aktionstag zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst

Berlin, 10.10.2017. Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages informieren die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) morgen gemeinsam über das flächendeckende Angebot des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in der ambulanten Versorgung. „Mit diesem Aktionstag soll noch einmal gezielt darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Bevölkerung bei akuten Gesundheitsproblemen auch außerhalb der Praxisöffnungszeiten der Kassenärzte ein umfassendes Bereitschaftsdienstangebot zur Verfügung steht“, so Dr. Margret Stennes, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin. In Berlin ist ein solches Angebot für akute, aber nicht lebensbedrohlich Erkrankte bereits seit vielen Jahren etabliert – auch zur Entlastung der Notfallambulanzen an den Krankenhäusern. "Den ärztlichen Bereitschaftsdienst der KV Berlin gibt es mittlerweile seit 1963. Der fahrende Bereitschaftsdienst und die telefonische ärztliche Beratung können von der Berliner Bevölkerung in dringenden Fällen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr in Anspruch genommen werden", so Stennes. Wie in der Praxis auch, werden die Patienten des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes entsprechend der medizinischen Dringlichkeit behandelt. Zusätzlich wird ein kostenfreier telefonischer Beratungsdienst angeboten. Hier können die Patienten direkt mit einem Arzt klären, ob ein Hausbesuch notwendig ist oder ob – bei lebensbedrohlichen Krankheiten oder Beschwerden – gleich der Rettungsdienst der Feuerwehr benachrichtigt werden muss.

Leichte Fälle werden von der Feuerwehr Berlin an den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst weitergeleitet, umgekehrt werden dringende Notfälle von der KV-Leitstelle an die Feuerwehr weitergeleitet. Seit 2011 gibt es eine feste Schnittstelle mit der Berliner Feuerwehr. Anhand eines Kriterienkatalogs wird bereits am Telefon überprüft, ob der Patient die richtige Nummer gewählt hat. In dringenden Fällen können Ärzte Akutpatienten auch während der normalen Sprechzeiten zu Hause aufsuchen, wenn diese es aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Praxis schaffen. "Erster Ansprechpartner bei gesundheitlichen Beschwerden sollte immer die behandelnde Haus- bzw. Facharztpraxis sein. Dort sind die Vorerkrankungen und Behandlungswege am besten bekannt", so Stennes. "Sollten Beschwerden außerhalb der regulären Sprechzeiten auftreten, dann empfehlen wir die Nutzung unseres Bereitschaftsdienstes."

Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Deutschland, deren Ärztlicher Bereitschaftsdienst bereits mit der einheitlichen Bereitschaftsnummer 116117 arbeitet, wird in Berlin von der Bevölkerung noch mehrheitlich die Nummer 310031 benutzt. "Diese Nummer ist in Berlin seit vielen Jahren bekannt und wird auch bis auf Weiteres erreichbar sein. Über beide Nummern, die 310031 und die 116117, erreichen die Patienten die KV-Leitstelle. Im kommenden Jahr werden wir komplett auf die 116117 umstellen", erklärt Stennes. Über mangelndes Interesse kann sich der Ärztliche Bereitschaftsdienst der KV Berlin nicht beklagen: An einem "gewöhnlichen" Tag versorgen die Bereitschaftsärzte durchschnittlich 440 Patienten, an Wochenenden zwischen 600 und 700 Patienten, in Zeiten höchster Inanspruchnahme (z.B. Grippewellen und Feiertage) werden bis zu 900 Patienten besucht. Allein im Jahr 2016 wurden mehr als 170.000 Patienten behandelt, knapp 42.000 Patienten wurden telefonisch beraten.

Um die speziellen Bedürfnisse der kleinen Patienten kümmern sich vier Kinder- und jugendärztliche Ersthilfestellen. Dies sind das Sana-Klinikum Lichtenberg, die DRK-Kliniken Westend, die DRK-Kliniken Mitte und das St. Joseph-Krankenhaus Tempelhof.

Weitere Informationen: www.kvberlin.de » Für Patienten » Bereitschaftsdienste

(Quelle: KV Berlin)

Aktuell

Daten und Fakten: Der ärztliche Bereitschaftsdienst
(PDF, 823 KB [1 Seite])

Infografik
Praxis zu. Und nun?
(PDF, 637 KB [1 Seite])
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