KV-Blatt-Ausgaben aus dem Jahr 2013

KV-Blatt 12/2013

KV-Blatt 11/2013Titelbild 50x71 An der Spitze der Kassenärztlichen Bundesvereinigung brodelt es gewaltig. Nach der turbulenten Vertreterversammlung am 8. November stehen die Zeichen zwischen Hausärzten und Fachärzten nun vollends auf Sturm. Haus ärzte-Vertreter hatten einen Antrag eingebracht, der de facto auf eine Spaltung zwischen ihnen und den Fachärzten hinausläuft, wie Letztere befürchten. Die Hausärzte wollen für ureigene Themen ihres Faches künftig ein eigenes Abstimmungsrecht sowie eine paritätische Besetzung der Ausschüsse erreichen. Ihr Antrag wurde mit Mehrheit abgelehnt. KBV-Chef Andreas Köhler hatte einen Gegenantrag mit der Vertrauensfrage verbunden ? und deutlich für sich entschieden. Doch klar ist damit noch lange nichts.

KV-Blatt 11/2013

KV-Blatt 11/2013Titelbild 50x71 Berlins Bedarfsplanung für die Zulassung von Ärzten und Psychotherapeuten bleibt auf der Landesebene. Aber dennoch soll innerhalb der 12 Bezirke bei patientennahen Arztgruppen an den Verteilungsschrauben gedreht werden, um die zweifelsfrei ungleiche Verteilung von Arztsitzungen zugunsten schlechter versorgter Stadtgebiete zu beeinflussen. Bei den Haus- und Kinderärzten geschieht dies zusätzlich mithilfe des sogenannten Sozialindex. Während Praxisumzüge in gut bürgerliche Bezirke mit einer statistisch ausreichenden Arztversorgung oder Überversorgung der Vergangenheit angehören, könnten Bezirke mit großen sozialen Problemen und einer statistischen Unterversorgung von veränderten Arztsitz-Zahlen profitieren. Eine Sensation sei das, was Kassen, KV und der Gesundheitssenator da Anfang Oktober in einem Letter of Intent vereinbart haben, verkündeten einige Medien. Doch - was ist wirklich neu und sensationell? Was gibt der Gesetzgeber ohnehin vor und wie nachhaltig verändert der Sozialindex die Zahl der Arzt- und Psychotherapeutensitze in Problembezirken?

KV-Blatt 10/2013

KV-Blatt 10/2013Titelbild  70x99 Goldgräber, Attackenreiter gegen den Hausärzteverband, Verteidiger der Selbstverwaltung, hochglanzbroschürtes Hofblatt, wertvoller Phrasen- und Amtsdeutschübersetzer oder Klartextschreiber ? Über das KV-Blatt gibt es viele Meinungen. Diese hier haben wir aus den Reaktionen zu unserem 60-Jahre-Blatt-Jubiläum herausgefischt. Es sind Wertungen, die schmeicheln oder nachdenklich machen. Das KV-Blatt "wird von Berufsverbänden, Politik und Krankenkassen geliebt oder gehasst - nie aber ignoriert", schreibt der Herausgeber in seinem Vorwort zur Jubiläumsausgabe. Wir selbst sind bescheidener und haben uns ein schlichtes "Weitermachen!" als Titel verpasst.

KV-Blatt 09/2013

kvblatt_1309_g Die Forderung zur Einführung der Bürgerver sicherung ist erwartungsgemäß eines der wenigen gesundheitspolitischen Themen dieses Bundestagswahlkampfes, mit dem sich die einzelnen politischen Lager voneinander unterscheiden. Während CDU/CSU und FDP dieses Modell nach wie vor strikt ablehnen, haben die Oppositionsparteien im Bundestag ihre Haltung bekräftigt, die Einheitsversicherung im Falle einer Regierungsübernahme zu etablieren. Die nachstehende Zusammenfassung aus Regierungsprogrammen der Bundestagsparteien für die nächste Legislaturperiode und zu einigen anderen Aspekten des Krankenver sicherungssystems soll dies veranschaulichen.

KV-Blatt 08/2013

KV-Blatt 08/2013 Titelblatt Das Klima zwischen Ärzten und dem GKV-Spitzenverband ist bekanntlich nicht gut. Es sei sogar schlecht, behaupten Insider. Doch es gibt eine Steigerung: Das Meldeformular des obersten Kassenverbandes zum Fehlverhalten im Gesundheitssystem habe die Beziehungen vergiftet. Begriffe wie "Tatort" oder "Tatzeit" und "tatverdächtige Personen" erinnern an ein Vokabular aus der Krimi-Szene. Kritiker glauben: Hier sollen Ärzte unter Generalverdacht gestell werden. Und das gedanklich auf einer Stufe mit Bankräubern und Verbrechern? Soll hier die "böse Saat des Gerüchts und der Verleumdung" gegen die Ärzte keimen, wie es Bundesärztekammerpräsident Montgomery vermutet?

KV-Blatt 07/2013

KV-Blatt 07/2013 Titelblatt Nach einer heftigen Auseinandersetzung haben sich die Delegierten des 116. Deutschen Ärztetages in Hannover am 31. Mai auf einen Kompromiss zur Weiterbildung im ambulanten Bereich geeinigt. Der Beschluss sieht vor, dass ausschließlich im ambulanten Bereich erlernbare ärztliche Kompetenzen auch in dortigen Weiterbildungsstätten vermittelt werden. Die Bezahlung der weiterbildungspflichtigen Ärztinnen und Ärzte muss sich an den Tarifen der Krankenhäuser orientieren. Stein des Anstoßes war ein Antrag aus den Reihen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, eine Pflichtweiterbildung im ambulanten Bereich einzuführen. Das führte zu heftigen Reaktionen unter den Delegierten mehrerer Landesärztekammern sowie des Marburger Bundes.

KV-Blatt 06/2013

KV-Blatt 06/2013 Titelblatt Überfüllte Notfallpraxen - gerne auch an Feiertagen, wie Ostern und Weihnachten - sind ein Dauerbrenner in dieser Stadt. Gestresste Ärzte, verzweifelte Eltern und quengelnde Kinder... Die Bilder wiederholen sich. Und immer wieder die Frage: Wer ist daran schuld? Die Kassenärztliche Vereinigung, sagen genervte Krankenhausärzte. Personalmangel und schlechte Organisation in den Erste-Hilfe-Stellen, poltert die KV zurück. So geht das nicht weiter, scheint sich auch Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja gedacht zu haben. Und damit Bewegung ins Spiel kommt, schlug er jüngst vor, die KV solle in der Nähe von Erste-Hilfe-Stellen eigene Notfallpraxen aufmachen. In diese Praxen könnten dann "nicht so dringende Fälle" weitergeleitet werden. Klingt plausibel. Oder doch nicht? Ein Blick auf Zahlen oder hinter die Kulissen wirft Fragen auf.

KV-Blatt 05/2013

KV-Blatt 05/2013 Titelblatt Mit einem "interessanten Thema" wollte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr jene Medienvertreter "belohnen", die es über Ostern in Berlin hielt. Es ging um die Botschaft von einem künftigen Nebenstraftatbestand der Korruption in der medizinischen Versorgung. Klar, das mit der "kleinen Belohnung" war nur ein Scherz, mit dem Bahr sich am Mittwochmittag nach Ostern in die Herzen von Hauptstadtjournalisten lächelte. Schließlich ist das mit der "Belohnung" im Gesundheitswesen so eine Sache. Jedenfalls dann, wenn es um "korruptives Verrhalten der Bestechlichkeit oder Bestechung" geht, wie es in der ministeriellen Sprachregelung heißt. Die Bundesregierung will noch in dieser Legislaturperiode einen Nebenstraftatbestand im Sozialgesetzbuch V schaffen, mit dem alle diejenigen "Leistungserbringer" in der Gesetzlichen Krankenversicherung mit Strafe bedroht werden, die sich bei der Behandlung von Patienten bestechen lassen.

KV-Blatt 04/2013

KV-Blatt 04/2013 Titelblatt Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat am 1. März in Berlin grünes Licht für die sogenannte Grundversorgungspauschale gegeben. Damit werden sowohl im hausärztlichen wie auch im fachärztlichen Bereich die "Grundversorgungsleistungen" besser honoriert. Welche Arztgruppen in den Genuss der neuen Pauschale kommen, kann man jetzt schon in einem speziellen Katalog nachlesen. Die Liste hatte bis zuletzt für Diskussionen gesorgt, weil bestimmte Facharztgruppen unberücksichtigt blieben. Nach dem Beschluss der Vertreterversammlung wurden nun zusätzliche Arztgruppen zu "Grundversorgern" erklärt, darunter die spezialisierten Internisten und die Reha-Mediziner. Im hausärztlichen Bereich dreht sich in Sachen Grundversorgung Vieles um die Definition "typischer" Hausarztleistungen. Auch hier gibt es Fortschritte. Die KBV-Vertreter haben - wenn auch nach langer und kontroverser Debatte - Eckpunkte verabschiedet, die der KBV-Vorstand nun mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abstimmen und mit dem Spitzenverband der Krankenkassen verhandeln soll. Der Zeitplan dafür ist ehrgeizig. Am 1. Juli 2013 sollen die Vorgaben in Kraft gesetzt werden. Einzelheiten soll es schon Ende Mai auf der nächsten KBV-Vertreterversammlung vor dem 116. Deutschen Ärztetag in Hannover geben.

KV-Blatt 03/2013

KV-Blatt 03/2013 Titelblatt Mit gerade einmal 14 hauptamtlichen Mitarbeitern startete die Berliner Ärztekammer vor 50 Jahren. Sie war damals die jüngste ärztliche Berufskammer in der "alten" Bundesrepublik und hatte in den Anfangsjahren wenig mehr als 5.000 Ärzte als Mitglieder zu betreuen. Inzwischen sind es rund 29.000 Mitglieder, überwiegend niedergelassene und Klinikärzte. Der Aufschwung an Zahlen und Aufgaben kam mit dem Mauerfall. Dabei träumten Ostberliner Ärzte im Taumel der politischen Wende für kurze Zeit von einer eigenen, einer Berlin-Brandenburgischen Ärztekammer. Doch als die beiden deutschen Staaten vereinigt wurden, war davon keine Rede mehr, wie Festredner Professor Harald Mau in seiner Ansprache verriet. Am 7. Februar, dem 50. Jahrestag der ersten Ärztekammer-Delegiertenversammlung, gab es eine Feier im Jüdischen Museum.

KV-Blatt 02/2013

KV-Blatt 02/2013 Titelblatt Es ist ein Ja, doch nicht ohne Bedingungen: Die Mehrheit der Vertragsärzte und Vertragspsychologen bekennt sich zum Sicherstellungsauftrag. Aber nicht um jeden Preis. Die Ergebnisse der Befragung zur Zukunft des Sicherstellungsauftrages der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) haben ergeben, dass der Großteil der Ärzte und Psychotherapeuten mit den aktuellen Rahmenbedingungen der ärztlichen Selbstverwaltung unzufrieden ist. Statt "Weiter so" fordern sie Garantien für ihre freiberufliche Tätigkeit und Veränderungen im System. Die jetzt vorgelegten Zahlen decken sich wesentlich mit dem Ende letzten Jahres bekannt gegebenen Zwischenergebnissen der Umfrage.

KV-Blatt 01/2013

KV-Blatt 01/2013 Titelblatt Der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) steht vor einem größeren Umbau. Leistungen der Grundversorgung werden in den verschiedenen Hausarzt- und Facharztgruppen von anderen Leistungen stärker separiert. Das ergibt sich aus einem Beschluss der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vom 7. Dezember 2012 in Berlin. Bedeutend ist u. a. eine Umstrukturierung der Hausarztleistungen im EBM. Damit werden die Voraussetzungen für eine zusätzliche Förderung der haus- und fachärztlichen Grundversorgung geschaffen, wie sie KBV-Chef Andreas Köhler und der Spitzenverband der Krankenkassen im Rahmen ihres sogenannten Honorarkompromisses für das neue Jahr vereinbart hatten. Unter anderem ist ein zusätzlicher Honorarrahmen von (bundesweit) 250 Millionen Euro zur Förderung von ärztlichen Grundversorgungsleistungen vorgesehen.

KV-Blatt Jubiläumsausgabe 1953-2013 10/2013

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