Erstes Berliner Praxisnetz anerkannt

Berlin, 01.07.2014. Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin hat in ihrer Sitzung vom Donnerstag, dem 26. Juni 2014, das Praxisnetz „PIBB – Psychiatrie-Initiative Berlin-Brandenburg“ als erstes Praxisnetz in Berlin anerkannt. Der "PIBB" steht Herr Dr. Norbert Mönter, Facharzt für Nervenheilkunde, als erster Vorsitzender vor.

Die Kriterien für die Anerkennung als Praxisnetz, die in den Rahmenvorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und in der Richtlinie der KV Berlin geregelt sind, sind umfangreich und definieren verschiedene Stufen. Die Psychiatrie-Initiative Berlin-Brandenburg hat die Genehmigung für die sogenannte "Basis-Stufe" erhalten. Die gesetzliche Grundlage für die Anerkennung von Praxisnetzen ist in § 87b SGB V geregelt.

Dem Praxisnetz gehören derzeit 50 Praxen aus den geforderten verschiedenen Arztgruppen sowohl aus dem fach- als auch aus dem hausärztlichen Bereich an. Es wurde im Jahr 2003 von 37 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen, hat eine eigene Satzung, ein eingeführtes Qualitätsmanagementsystem und firmiert als GmbH und Co. KG. Besonders ist hervorzuheben, dass die "PIBB" auch Kooperationsverträge mit mehreren Kliniken unterhält.


Die Richtlinie der KV Berlin zur Förderung von Praxisnetzen, verabschiedet von der Vertreterversammlung am 15. Mai 2014, finden Sie hier: http://www.kvberlin.de/20praxis/70themen/praxisnetze/index.html

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Hintergrund zur Vertreterversammlung:
Die Vertreterversammlung bildet das Parlament der Berliner niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin. Sie beschließt alle grundsätzlichen Fragen und Regelungen, welche die Ärzte und Psychotherapeuten in ihrer ambulanten Tätigkeit betreffen. Sie wählt den Vorstand und zahlreiche Gremien. Sie beschließt auch die Satzung, den Haushalt, die Höhe der Verwaltungskosten bzw. die Mitgliedsbeiträge, die vom Honorar der KV-Mitglieder für die Finanzierung der Körperschaft einbehalten werden. Die Vertreterversammlung verabschiedet auch die vom Vorstand mit den Krankenkassen ausgehandelten Verträge zur ambulanten Versorgung. Dazu gehört auch der Honorarverteilungsvertrag, nach dem die jährliche Gesamtvergütung zwischen den Arztgruppen aufgeteilt wird.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 01.07.2014

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