KV-Sprechstunde am 31.05.2016:
Kinderlähmung - Spätfolgen einer vergessenen Erkrankung

In der KV-Sprechstunde im Mai informieren niedergelassene Mediziner über die Spätfolgen von Kinderlähmung.

Berlin, 26. Mai 2016. Die Poliomyelitis (Kinderlähmung) ist seit über 3.000 Jahren bekannt. Auch in Deutschland war diese Krankheit bis in die 1960er-Jahre weit verbreitet. Das Post-Polio-Syndrom (PPS) ist eine eigenständige Erkrankung infolge einer durchgemachten Polio-Infektion, die erst nach vielen Jahren auftritt.

In Deutschland sind etwa 120.000 Personen betroffen, die Dunkelziffer ist allerdings erheblich höher. Die Ursachen sind nicht endgültig geklärt, wahrscheinlich ist eine Überbelastung und Zerstörung der verbliebenen Nerv-Muskel-Verbindungen ursächlich. Typische Merkmale der Krankheit sind rasch auftretende Ermüdbarkeit und Erschöpfung, diese betreffen sowohl die muskuläre Ausdauer und Belastungsfähigkeit als auch die psychische und konzentrative Belastungsfähigkeit. Zu den Symptomen zählen beispielsweise: Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kälteempfindlichkeit sowie Atembeschwerden.

Die wichtigste Behandlung ist die Physiotherapie. Außerdem sollten Betroffene eine unverhältnismäßige Beanspruchung der Muskulatur vermeiden und viele Ruhepausen einlegen.

Serpil Öcal, Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin, und Dr. Thomas Kelbel, Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, informieren in der KV-Sprechstunde über Symptome und Therapiemöglichkeiten beim Post-Polio-Syndrom und stehen dem Publikum im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Ergänzt wird die Veranstaltung durch die Teilnahme von Selbsthilfegruppen.

 

Thema: Kinderlähmung – Spätfolgen einer vergessenen Erkrankung
Termin: Dienstag, 31. Mai 2016
Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Im Gebäude der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, Masurenallee 6A, Berlin-Charlottenburg 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 26.05.2016

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