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Coronavirus

Muss ich meine Patientin oder meinen Patienten während der Quarantäne krankschreiben?

Nein, Sie müssen die Patientin oder den Patienten nicht während der Quarantäne krankschreiben.

Es ist nicht regulär, dass eine Quarantänemaßnahme gleichzeitig den Anspruch auf das Ausstellen einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nach sich zieht. Allerdings ist hier eine Einzelfallentscheidung nach Rücksprache und Prüfung notwendig. Hat die Patientin oder der Patient während der Quarantäne die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, ist jedoch dann symptomatisch, so dass sie/er arbeitsunfähig wird, ist ihr/ihm eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auszustellen.
 

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Wie gehe ich mit Einnahmeausfällen um, wenn ich aufgrund eines Covid-19-positiven Patienten in Quarantäne musste?

Bitte melden Sie Ihre Praxisschließzeiten über das Online-Portal der KV Berlin unter dem Reiter „Coronavirus-Abfragen“.

Für die angeordnete Quarantäne seitens des Gesundheitsamtes können Sie eine Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz bei der zuständigen Behörde beantragen. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Testungen

Muss ich meinem Personal weiterhin wöchentlich zwei Schnelltests anbieten?

Nein.

Alle Neuerungen hier in der Übersicht

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Darf ich symptomatische Patient:innen testen?

Ja. Nach RKI-Empfehlung werden symptomatische Patient:innen mittels PCR-Tests auf COVID-19 getestet. (Testindikation bei Symtomen nach dem RKI Flussschema)

Bitte beachten: Abstriche für PCR-Testungen von symptomatischen Personen werden seit dem dem 1. April 2022 nicht mehr nach EBM vergütet. Die GOP 02402 und 02403 wurden entsprechend gestrichen. Der Abstrich ist in diesem Fall in der jeweils abrechenbaren Versicherten-, Grund-, Konsiliar- beziehungsweise Notfallpauschale enthalten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Informationen zu den Corona-Testungen finden Sie auf der Themenseite.

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Wie rechne ich die Abstriche und Antigen-Tests ab?

Die Anzahl der Abstrich-Entnahmen (PCR- wie auch Antigen-Schnelltests) bei asymptomatischen Patient:innen melden Sie bitte im Online-Portal unter dem Menüpunkt „Coronavirus-Abfragen“ – „Abrechnung nach TestV“. Diese Meldung ist jeweils vom 1. bis 7. des Folgemonats möglich.

Die Vergütung erfolgt in der folgenden Höhe:

  • bei Nachweis der Anspruchsgrundlage: 7 Euro für den Abstrich (inklusive Beratung und Ausstellen eines ärztlichen Zeugnisses über das Testergebnis einschließlich COVID-19-Testzertifikat) (bis 30. Juni 2022: 8 Euro)
  • bei Bürgertests mit Eigenbeteiligung (neu seit 1. Juli 2022) werden 4 Euro für den Abstrich vergütet (dazu kommen die 3 Euro Zuzahlung durch die getestete Person)

Abstriche für PCR-Testungen von symptomatischen Personen werden seit dem 1. April 2022 nicht mehr nach EBM vergütet. Die GOP 02402 und 02403 wurden entsprechend gestrichen. Der Abstrich ist in diesem Fall in der jeweils abrechenbaren Versicherten-, Grund-, Konsiliar- beziehungsweise Notfallpauschale enthalten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bitte beachten Sie: Da die Testkits vom Labor gestellt werden, können diese nicht als Sachkosten für Abstriche abgerechnet werden, sofern die Auswertung des Abstriches durch das Labor erfolgt ist.

Alle Informationen zur Abrechnung und Vergütung der Abstriche finden Sie auf der Themenseite.

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Wie kann ich überprüfen, ob Sie meine Korrektur zur Abrechnung von Covid-19-Testungen erhalten haben?

Wenn Sie Ihre Eingabe abschließen, wird eine Bestätigung angezeigt. Sie können Ihre erfassten Angaben auch nachträglich in der Eingabemaske einsehen. Diese sind dann Grau hinterlegt. 

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Corona-Schutzschirm: Voraussetzungen

Welche Voraussetzungen gelten für den Corona-Rettungsschirm im Jahr 2021?

Für eine Stützungszahlung aus dem Corona-Rettungsschirm gelten drei Voraussetzungen.

1. Meldung von Entschädigungszahlungen und sonstigen Hilfen

Wie auch beim Corona-Rettungsschirm im Jahre 2020 sind die Praxen verpflichtet der KV Berlin anzuzeigen, ob Sie Entschädigungszahlungen oder sonstige Hilfen für das entsprechende Quartal erhalten haben. Sollten Sie diese Angabe für Ihre Praxis nicht vorgenommen haben, können Sie bei der Berechnung des Corona-Rettungsschirm nicht berücksichtigt werden. Die Angaben zu erhaltenen Entschädigungszahlungen oder sonstigen Hilfen können Sie digital im Online-Portal übermitteln.

2. Rückgang des Gesamthonorars von mehr als 10 Prozent

Ab dem 1. Quartal 2021 wird der Anspruch auf eine Stützungszahlung aus dem Corona-Rettungsschirm anhand des Rückganges des Gesamthonorars im Vergleich zum Vorjahresquartal geprüft. Im Gesamthonorar werden Zahlungen aus dem Corona-Rettungsschirm des Vorjahresquartals sowie Vergütungen im Rahmen der Coronavirus-Testverordnung und -Impfverordnung mitberücksichtigt.

3. Schriftlicher Antrag

Ab dem 2. Quartal 2021 erfolgt die Stützungszahlung nur noch für Praxen, die in einem schriftlichen Antrag darlegen konnten, dass der Rückgang des Honorars aus den Auswirkungen der Corona-Pandemie resultierte. Weitere Informationen zur Antragstellung finden Sie unter der FAQ 531 „Wie erfolgt die Antragstellung für den Corona-Schutzschirm im Jahr 2021?“.

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Wann ist meine Praxis für eine Schutzschirmzahlung berechtigt?

Corona-Schutzschirm im Jahr 2021: Vertragsärzt:innen und Psychotherapeut:innen erfüllen die Voraussetzung für eine Schutzschirmzahlung, wenn gegenüber dem Vorjahresquartal ein mehr als 10-prozentiger, pandemiebedingter Rückgang des Gesamthonorars (urlaubsbedingte Praxisschließungen u. ä. ausgeschlossen) zu verzeichnen ist. Es wird nicht mehr zusätzlich auf einen Fallzahlrückgang bei den Vertragsärzt:innen geprüft.

Corona-Schutzschirm im Jahr 2020: Die Anspruchsvoraussetzung für eine Ausgleichs- und Stützungszahlung im Jahr 2020 waren:

  1. ein Rückgang des Gesamthonorars von mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und
  2. ein Rückgang der Fallzahl im Vergleich zum Vorjahresquartal.

 

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Corona-Schutzschirm: Antragstellung

Warum werden die Entschädigungszahlungen oder die Corona-Soforthilfe vollumfänglich angerechnet, obwohl ich diese für den gesamten Praxisbetrieb erhalten habe?

Die KV Berlin geht davon aus, dass die von anderen Stellen erhaltenen Entschädigungszahlungen oder sonstige Corona-Hilfen bereits eine Prüfung durchlaufen haben. Es ist generell bekannt, dass die KV Berlin Stützungszahlungen für den Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung leistet. Andere Stellen haben somit die Möglichkeit, andere Praxisanteile (z.B. Privatpatient:innen) zu überprüfen und Ihre Zahlungen vorab anzupassen. Diese Überprüfung führt die KV Berlin nicht durch.

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Für welches Quartal muss ich erhaltene Soforthilfen eintragen?

Grundsätzlich muss die Angabe erhaltener Soforthilfen quartalsbezogen erfolgen. Wenn Sie beispielsweise eine Zahlung für das 2. Quartal 2021 erhalten haben, geben Sie diese bitte auch nur für das 2. Quartal 2021 an. Sollte es sich um quartalsübergreifende Zahlungen handeln (z. B. Entschädigungszahlung nach dem Infektionsschutzgesetz), geben Sie bitte den Bewilligungszeitraum an, die Gelder werden dann anteilig berücksichtigt.

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Corona-Schutzschirm: Bescheid

Wieso stimmt der im Bescheid ausgewiesene Betrag nicht mit dem Überweisungsbetrag überein?

Bei der im Bescheid ausgewiesenen Summe handelt es sich um einen Bruttobetrag. Hier werden noch Verwaltungskosten und eine Sicherstellungsumlage in Abzug gebracht.

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Bekomme ich einen Bescheid für die Zahlung aus dem Corona-Schutzschirm (Corona- Rettungsschirm)?

Im ersten Schritt ist die KV Berlin bestrebt, Ihnen die Zahlung aus dem Corona-Rettungsschirm zeitnah zur Verfügung zu stellen. Im Anschluss werden die Bescheide zum Corona-Rettungsschirm versendet. Einen Bescheid erhält aktuell allerdings nur, wer im Online-Portal Angaben zu ggf. bereits erhaltenen Entschädigungszahlungen gemacht hat und nicht explizit auf Schutzschirm-Zahlungen verzichtet.

Ab dem 2. Quartal 2021 wird das Antragsverfahren zum Corona-Rettungsschirm erweitert. Neben der Angabe im Online-Portal wird eine schriftliche Antragstellung für den Corona-Rettungsschirm erforderlich. Praxen, die keinen schriftlichen Antrag einreichen, werden bei der Prüfung nicht berücksichtigt und erhalten auch keinen Bescheid.

 

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Inwieweit werden die Honorarwerte meiner Vorgängerin/meines Vorgängers bei der Berechnung berücksichtigt?

Bei der Ermittlung der Anspruchshöhe einer Rettungsschirmzahlung vergleicht die KV Berlin die Honorare der Praxis vom Vorjahresquartal zum Hauptquartal (z. B. 1. Quartal 2021 im Vergleich zum 1. Quartal 2020). Für diesen Vergleich wird die Betriebsstättennummer (BSNR) herangezogen. Ohne Vorjahresquartal für Ihre BSNR erfolgt die Berechnung des Corona-Rettungsschirms nach Neupraxen-Regelung (siehe FAQ Nr. 58 „Kann ich auch als Neupraxis ohne Vorjahreswerte Zahlungen aus dem Rettungsschirm erhalten?“). (siehe FAQ Nr. 58).

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Was bedeutet Gesamthonorar und warum stimmt es nicht mit meinen Zahlen aus dem Honorarfestsetzungsbescheid bzw. meines Kontoauszuges überein?

Das Gesamthonorar setzt sich aus Honorarbestandteilen der extrabudgetären und der morbiditätsbedingten Vergütung zusammen. Dabei werden:

1. Ausschließlich Honoraranteile der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) berücksichtigt.

Sie finden diese Angabe in Ihrem Honorarfestsetzungsbescheid in der Honorar-Gesamtübersicht (GESABEV) unter dem Punkt „Honorar Gesetzliche Krankenversicherung (Summe)“. Die Honorarbestandteile für „Sonstige Kostenträger“ werden für den Corona-Schutzschirm nicht berücksichtigt.

2. Werte des Vorjahresquartals auf den aktuellen Tätigkeitsumfang umgerechnet
Zur besseren Vergleichbarkeit werden die zur Berechnung herangezogenen Honorare des Vorjahresquartals auf den aktuellen Tätigkeitsumfang umgerechnet. Beispielsweise betrug der Tätigkeitsumfang Ihrer Praxis im 1. Quartal 2020 (Vorjahresquartal) 2,0 und im 1. Quartal 2021 (Hauptquartal) 1,0, so wird das Vergleichshonorar des Vorjahresquartals an den Tätigkeitsumfang von 1,0 im Hauptquartal angepasst.

Beispiel:
Gesamthonorar i. H. v. 50.000 Euro in 2020-1 
Tätigkeitsumfang in 2020-1 = 2,0 
Tätigkeitsumfang in 2021-1 = 1,0  
Das Honorar wird an den aktuellen Tätigkeitsumfang angepasst: 50.000 € / 2,0 * 1,0 = 25.000 € (vgl. S. 2 des Bescheides, Erläuterungen)

3. Nachvergütungen berücksichtigt
Zudem genügt es unter Umständen nicht, die Honorarfestsetzungsbescheide (HFB) miteinander zu vergleichen, bspw. wenn es nachträgliche Anpassungen (z. B. Änderung der Bewertung von Gebührenordnungspositionen) gab, die bei der Schutzschirmberechnung berücksichtigt wurden, im ursprünglichen HFB jedoch noch nicht. 

 

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Corona-Schutzschirm: Neupraxen

Kann ich auch als Neupraxis ohne Vorjahreswerte Zahlungen aus dem Rettungsschirm erhalten?

Ja. Bei Neupraxen leitet die KV Berlin den Anspruch auf einer Stützungszahlung aus den Durchschnittswerten des Vorjahresquartals Ihrer Fachgruppe ab. Bitte beachten Sie, dass auch für Neupraxen dieselben Voraussetzungen bezüglich der Meldung von Entschädigungszahlungen und sonstigen Hilfen sowie die schriftliche Antragstellung für den Corona-Rettungsschirm gelten. Hierzu finden Sie weitere Informationen unter FAQ 526 „Welche Voraussetzungen gelten für den Corona-Rettungsschirm im Jahr 2021“.

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Corona-Schutzschirm: Zahlung

Muss ich das Geld von der KV (teilweise) zurückzahlen?

Grundsätzlich nicht, es sei denn, die Anspruchsgrundlage ändert sich nachträglich. Dies ist zum Beispiel möglich, wenn Nachvergütungen erfolgen. In diesem Fall würde eine Verrechnung der Nachvergütung mit den Zahlungen aus dem Corona-Rettungsschirm erfolgen.

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Mit welcher Kennzeichnung erkenne ich die Schutzschirmzahlung auf meinem Kontoauszug?

Die Schutzschirmzahlungen werden auf dem Kontoauszug wie folgt ausgewiesen: „CORONA-Schutzschirm“.

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Bis zu welchem Betrag wird mein Honorar gestützt?

Die Höhe der Stützungszahlung erfolgt nicht immer in voller Höhe des Bedarfs, den eine Praxis hat, sondern ist limitiert. Der Rahmen für die maximale Stützungshöhe richtet sich einerseits nach dem Gesamthonorar des Vorjahresquartals Ihrer Praxis und anderseits danach, wie viel Honorar Ihre Praxis jeweils im Vorjahresquartal in der MGV aufwies. Bitte beachten Sie, dass ab dem 1. Quartal 2021 nur noch Honorar in der MGV gestützt wird.

Die MGV-Stützungszahlung kann maximal bis zu 90 Prozent des GKV-Gesamthonorars des Vorjahresquartals erfolgen. Zudem ist eine Stützung des MGV-Honorars maximal bis zum Niveau des MGV-Honorars des Vorjahresquartals möglich. Die MGV-Stützungszahlung ergeht unter Berücksichtigung erhaltener Entschädigungszahlungen oder sonstiger finanzieller Hilfen.

 

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COVID-19-Impfung

Wie viele Covid-19-Boosterungen sind erforderlich?

Die STIKO empfiehlt die 2. Boosterung bei Personen ab 60 Jahren. Dies bedeutet, bei unter 60-Jährigen wird keine 2. Boosterung empfohlen, da kein nennenswerter Zusatznutzen erreicht wird.

ABER Ausnahme bei Patient:innen mit Immunschwäche: Hier muss im Einzelfall entschieden werden, wie viele weitere Impfstoffdosen für einen optimalen Schutz notwendig sind. Dies hängt von Art und Ausprägung der Immunschwäche ab. Wer sich nach der COVID-19-Impfung (unabhängig von der Anzahl der Impfstoffdosen) infiziert, kann in der Regel drei Monate nach der Infektion eine Booster-Impfung erhalten.

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Bekommen Patient:innen nach abgeschlossener Covid-19-Boosterung und anschließender Erkrankung eine 2. Boosterung?

Nein. Personen, die nach erfolgter COVID-19-Grundimmunisierung und 1. Auffrischimpfung eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird vorerst keine weitere Auffrischimpfung mit den aktuell verfügbaren COVID-19-Impfstoffen empfohlen.

ABER: Bei Personen mit Immunschwäche, die eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, muss im Einzelfall entschieden werden, wie viele weitere Impfstoffdosen für einen optimalen Schutz notwendig sind. Dies hängt von Art und Ausprägung der Immunschwäche ab. Wer sich nach der COVID-19-Impfung (unabhängig von der Anzahl der Impfstoffdosen) infiziert, kann in der Regel drei Monate nach der Infektion eine Booster-Impfung erhalten.

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Muss ich eine Impfnebenwirkung melden, obwohl ich selbst die Patientin oder den Patienten nicht geimpft habe?

Ja, dazu sind Sie verpflichtet, wenn Sie diese Impfnebenwirkung erstmals feststellen.

Außerdem ist dies essentiell, um insgesamt alle Impfnebenwirkungen exakt erfassen zu können. Für das Melden von Nebenwirkungen nutzen Praxen die gewohnten Wege:

  1. Meldung an das Gesundheitsamt
    Nach dem Infektionsschutzgesetz besteht eine namentliche Meldepflicht einer sogenannten unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW) an das jeweilige Gesundheitsamt. Dieses leitet die Meldung weiter an die zuständige Landesbehörde und an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI).
  2. Meldung an die Arzneimittelkommission
    Zudem haben Ärztinnen und Ärzte die berufsrechtliche Verpflichtung zur Meldung von Nebenwirkungen an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Diese leitet die Meldung pseudonymisiert an das PEI weiter.

Bitte weisen Sie Ihre Patient:innen zudem darauf hin, dass diese als Betroffene selbst Impfnebenwirkungen direkt an das PEI über dieses Formulars melden können.

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Ich arbeite in einer Praxis und habe mich nach dreimaliger Impfung mit COVID-19 infiziert. Benötige ich die 4. Impfung (2. Auffrischimpfung)?

Nein. Personen, die nach der ersten Auffrischimpfung (Booster-Impfung) eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird keine weitere Auffrischimpfung empfohlen. Weitere Informationen zur Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) finden Sie hier.

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Wird die 2. Auffrischimpfung in Pflegeheimen wieder von mobilen Impfteams durchgeführt?

Nein, mobile Impfteams sind hierfür nicht mehr geplant. Die zweite Auffrischimpfung (Boosterimpfung) erhalten Pflegeheimbewohner:innen durch die niedergelassenen Ärzt:innen, die einen Kooperationsvertrag mit dem jeweiligen Pflegeheim haben.

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Wie rechne ich die zweite Auffrischimpfung ab?

Für die Abrechnung gibt es keine neuen Pseudonummern. Ärzt:innen verwenden für die zweite Boosterimpfung die bekannten Ziffern für Auffrischimpfungen – zum Beispiel die 88331R, wenn die Impfung nach der allgemeinen Indikation mit dem Vakzin von BioNTech-Pfizer erfolgt ist. Die Pseudoziffern finden Sie in der Übersicht der KBV (Seite 5). Bitte beachten: Bei der täglichen Meldung der Anzahl der COVID-19-Impfungen über das Impfdoku-Portal sind die zweiten Auffrischimpfungen separat zu erfassen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Infoseite zur COVID-19-Schutzimpfung.

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Dürfen wir bereits die zweite Auffrischimpfung verabreichen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt nach abgeschlossener COVID-19-Grundimmunisierung und erfolgter erster Auffrischimpfung eine zweite Auffrischimpfung für die folgenden Personengruppen:

Frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischimpfung:

  • Personen ab 70 Jahren
  • Bewohner:innen und Betreute in Einrichtungen der Pflege sowie für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Personen mit Immundefizienz ab dem Alter von fünf Jahren

Frühestens sechs Monate nach der ersten Auffrischimpfung (in begründeten Fällen auch bereits nach frühestens drei Monaten):

  • Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, insbesondere solche mit direktem Kontakt mit den Patient:innen bzw. Bewohner:innen

Impfung mit einem mRNA-Impfstoff

Die STIKO empfiehlt, für die Durchführung der zweiten Auffrischimpfung in der Regel einen mRNA-Impfstoff zu verwenden. Vorzugsweise soll es der mRNA-Impfstoff sein, der bei der Grundimmunisierung beziehungsweise der ersten Auffrischimpfung zur Anwendung kam. Es gelten die bisherigen altersspezifischen Empfehlungen zur Anwendung von Comirnaty und Spikevax. Immundefiziente Menschen ab einem Alter von 30 Jahren sollen bei der Verwendung von Spikevax eine Dosis Spikevax zu 0,5 ml (100 Mikrogramm) erhalten.

Keine weitere Auffrischimpfung für Genesene  

Personen der oben aufgeführten Gruppen, die nach erfolgter COVID-19-Grundimmunisierung und erster Auffrischimpfung eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird vorerst keine weitere Impfung empfohlen.

 

den KBV Newsletter dazu finden Sie hier:

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Gibt es eine spezifische Notfallmedikation für Impfreaktionen nach einer Covid-19 Impfung?

Nein, eine spezifische Notfallmedikation gibt es nicht. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und individuell.

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Darf nicht genutzter COVID-19-Impfstoff an andere Praxen abgegeben werden?

Entsprechend der Allgemeinverfügung des BMG vom 16. September 2021 können Ärzt:innen Impfstoff ausnahmsweise an andere impfbereite und in räumlicher Nähe liegende Leistungserbringer abgeben, wenn sie ihn nicht selber verimpfen können. Dies ist der Fall, wenn Praxen bereits Impfstoff geliefert wurde, diese ihn aber nicht mehr verimpfen können, etwa weil Patient:innen kurzfristig absagen. „In diesem Fall soll auch eine unentgeltliche Weitergabe unter den Leistungserbringern, die sich in räumlicher Nähe zueinander befinden, möglich sein, um Verwurf des Impfstoffes zu vermeiden.“ Dabei gilt, dass die Impfstoffe (insbesondere die empfindlichen mRNA-Impfstoffe) durchgehend zuverlässig und unter Einhaltung der Transportvorgaben abgegeben werden müssen.

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Aufgrund von technischen Störungen konnte ich meine Impfdokumentation nicht tagaktuell eintragen. Kann ich sie nachmelden?

Ja, das können Sie. Zu wenig gemeldete Impfungen oder versehentlich vergessene Meldungen sollen mit der nächsten Tagesmeldung nachgemeldet, das heißt aufaddiert werden. Sollten Sie versehentlich zu viele durchgeführte Impfungen gemeldet haben, dann ziehen Sie diese von der nächsten Tagesmeldung ab.

Bitte beachten Sie: Um die verpflichtende Teilnahme an der Impfsurveillance zu prüfen, gleicht die KV Berlin die Anzahl der abgerechneten Impfungen mit der Anzahl der übermittelten Dokumentationen (Impf-DokuPortal der KBV) ab. Stellt die KV hierbei eine Unterdokumentation fest, wird nur die Anzahl an Impfungen vergütet, für die auch eine Dokumentation erfolgt ist.

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Impfdienste

Wie kann ich mich für Impfdienste in den Berliner Impfzentren und weiteren Impfstellen melden?

Die KV Berlin hat zum 1. März 2022 die ärztliche Besetzung in den Corona-Impfzentren und mobilen Impfteams beendet. Für Impfdienste setzen Sie sich bitte mit der Berliner Hilfsorganisation in Verbindung, die die jeweilige Impfstelle betreibt.

Ärzt:innen, die weiterhin an Impfdiensten interessiert sind, wenden sich hierfür bitte an Frau Rosenbauer von der doctari GmbH (E-Mail: ). Die doctari GmbH ist ein vom DRK beauftragter Personaldienstleister, für den Ärzt:innen im Zuge der Arbeitnehmerüberlassung tätig werden können, sofern sie für mindestens 80 Stunden im Monat zur Verfügung stehen.

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Behandlung von Patient:innen

Darf ich telefonisch eine Krankschreibung/AU ausstellen?

Ja, dies ist seit dem 04.08.2022 befristet bis voraussichtlich 30.11.2022 wieder möglich. 

Weitere Informationen finden Sie dazu hier.

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Muss ich eine Impfnebenwirkung melden, obwohl ich selbst die Patientin oder den Patienten nicht geimpft habe?

Ja, dazu sind Sie verpflichtet, wenn Sie diese Impfnebenwirkung erstmals feststellen.

Außerdem ist dies essentiell, um insgesamt alle Impfnebenwirkungen exakt erfassen zu können. Für das Melden von Nebenwirkungen nutzen Praxen die gewohnten Wege:

  1. Meldung an das Gesundheitsamt
    Nach dem Infektionsschutzgesetz besteht eine namentliche Meldepflicht einer sogenannten unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW) an das jeweilige Gesundheitsamt. Dieses leitet die Meldung weiter an die zuständige Landesbehörde und an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI).
  2. Meldung an die Arzneimittelkommission
    Zudem haben Ärztinnen und Ärzte die berufsrechtliche Verpflichtung zur Meldung von Nebenwirkungen an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Diese leitet die Meldung pseudonymisiert an das PEI weiter.

Bitte weisen Sie Ihre Patient:innen zudem darauf hin, dass diese als Betroffene selbst Impfnebenwirkungen direkt an das PEI über dieses Formulars melden können.

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Darf ich als Hausärzt:in symptomatische Corona-Infizierte in die Corona-Schwerpunktpraxen schicken?

Nein, die Behandlung von Infektpatient:innen gehört zu den ureigensten Aufgaben einer jeden hausärztlichen Versorgung. Zudem wäre ein solches Verhalten unkollegial den übrigen Praxen gegenüber.

Zu empfehlen wäre, dass Sie 2-3x/Woche eine Infektsprechstunde für eben diese Patient:innen einrichten.

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Wie kann ich mich über Long-COVID informieren?

Werden Sie Mitglied im Long-COVID-Netzwerk der KV Berlin, um sich mit Kolleg:innen auszutauschen und zu vernetzen. Die Anmeldung für das Long-COVID-Netzwerk erfolgt über ein Formular im geschützten Mitgliederbereich der Website. Zusätzlich zu dieser bilateralen Austauschmöglichkeit sind Netzwerktreffen organisiert. Die kommenden Termine für das Online-Netzwerktreffen Long-COVID der KV Berlin sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

Termin

Referent/en?

SOMMERPAUSE

 

Mi, 07.09.2022 15:00-16:30

Dr. med. Susanne Pelzer

Chefärztin der Rehabilitationsklinik für Pneumologie

Sana Rehabilitationsklinik , Kremmen

Mi, 05.10.2022 15:00-16:30

n.n.

Mi, 02.11.2022 15:00-16:30

n.n.

Kein Termin im Dezember

 

Die Long-COVID-Netzwerktreffen starten zumeist mit einem Referat. Des Weiteren sind Sie stets eingeladen, gern 1-2 Fälle auf 1-2 Folien zu präsentieren.

Außerdem gibt es zur Thematik Long COVID eine 10-teilige Online-Fortbildungsreihe der Charité. Weitere Informationen zur Fortbildungsreihe finden Sie auf der Website der KV Berlin und  hier .

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Kann ich die Leistungen zur Antikörperbestimmung im Serum auf COVID-19 bei asymptomatischen Patient:innen zu Kassenlasten durchführen?

Nein, die Antikörperbestimmung bei asymptomatischen Patient:innen stellt derzeit keine GKV-Leistung dar. 

Die STIKO empfiehlt die Antikörperbestimmung bei schwer immundefizienten Patient:innen als Impferfolgskontrolle. Eine EBM-Ziffer gibt es derzeit nicht. Die regionale Umsetzung muss zunächst in den Impfvereinbarungen noch erfolgen. 

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Darf ich Patient:innen behandeln, die sich in Quarantäne befinden?

Ja, dies ist möglich. Gemäß § 30 Absatz 4 IfSG haben die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt und die zur Pflege bestimmten Personen freien Zutritt zu abgesonderten, d.h. unter Quarantäne stehenden Personen. Hierbei ist die Einhaltung aller Hygienemaßnahmen strikt zu beachten.

Weiterführende Informationen finden Sie beim RKI.

 

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Besteht Maskenpflicht trotz zweifacher Impfung in meiner Praxis?

Ja, nach der aktuell geltenden SARS-CoV-2-Basisschutzmaßnahmenverordnung des Landes Berlins gilt Folgendes:

  • Personal in Arztpraxen muss verpflichtend eine medizinischen Gesichtsmaske tragen und bei der unmittelbaren Versorgung von Patient:innen eine FFP2-Maske 
  • Patient:innen müssen eine FFP2-Maske (ohne Ventil) tragen

Eine Übersicht über die in Berlin aktuell geltenden Regeln finden Sie hier.

Da in dem dynamisch verlaufenden Infektionsgeschehen die Verordnungen für Berlin regelmäßig angepasst werden, verfolgen Sie die Entwicklungen diesbezüglich bitte der auf der Themenseite des Landes Berlin.

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Muss die Behandlung von Patient:innen im Zusammenhang mit dem Coronavirus weiterhin mit der 88240 gekennzeichnet werden?

Bis zum 30. Juni 2022 mussten ärztliche Leistungen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion mit der Kennnummer 88240 gekennzeichnet werden. Diese Kennzeichnung ist zum 1. Juli 2022 entfallen.

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Wird die Behandlung von Corona-Patient:innen ab 2021 aus der Gesamtvergütung bezahlt?

Ja. Diese Leistungen werden, soweit sie nicht aufgrund anderer gesetzlicher oder vertraglicher Regularien (z. B. TSVG, Zweitmeinungsverfahren) außerhalb der MGV zu vergüten sind, vollständig innerhalb der MGV vergütet.

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Gibt es eine EBM-Ziffer, um einen Hygienezuschlag während der Corona-Pandemie abzurechnen?

Seit dem 1. Januar 2022 wird von der KV Berlin bei einem direktem Patientenkontakt ein Hygienezuschlag hinzugesetzt, welcher die gestiegenen allgemeinen Hygienekosten berücksichtigen soll. Dieser Zuschlag wird zu jeder Grund-, Versicherten- und Konsiliarpauschale gezahlt, sofern die Behandlung des Patienten/der Patientin in dem Quartal nicht ausschließlich im Rahmen der Videosprechstunde erfolgt ist.

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Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Wann bekomme ich die Kosten für selbst beschaffte Covid-19-Schutzausrüstung (PSA) erstattet?

Die dritte und letzte Erstattungsrunde ist im Juli 2021 erfolgt.

Der Erstattungsbetrag wurde auf das Honorarkonto zu Ihrer BSNR überwiesen, eine gesonderte Mitteilung über die Zusammensetzung erfolgte nicht.

Bitte beachten: Die KV Berlin kann für seit Juli 2021 beschaffte persönliche Schutzausrüstung (PSA) keine Kosten mehr erstatten. Die entsprechende mit den regionalen Krankenkassen geschlossene Vereinbarung endete zum 30. Juni 2021. 

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