Nach Abschluss des Auskunftsverfahrens steht fest, dass die neue Untersuchungsmethode noch nicht ausreichend bewiesen und daher nicht im EBM enthalten ist.
Im Auskunftsverfahren zur FFR-Messung unter Einsatz der Software FFRangio® hat der Bewertungsausschuss (BA) entschieden, dass die neue nicht-invasive Untersuchungsmethode zur Beurteilung der Herzmuskeldurchblutung bei Patient:innen mit Koronarstenose ist noch nicht ausreichend bewiesen und daher nicht im EBM enthalten ist (815. Sitzung, schriftliche Beschlussfassung).
Details zur Entscheidung
Gegenstand der Anfrage vom 31.07.2025 ist das bildbasierte, nicht invasive System FFRangio® des Herstellers Cathworks Ltd. Israel, das der FFR-Messung (Fraktionelle Flussreserve) bei Patient:innen mit Koronarstenose dient. Antragsstellerin ist die Medtronic GmbH im Auftrag des Anbieters.
Die FFR ist ein Instrument zur Beurteilung der funktionellen Relevanz einer Koronarstenose zur Unterstützung der Therapieentscheidung bei geplanter revaskularisierender Maßnahme. Die Software erstellt auf Basis der Bilder einer Koronarangiographie ein 3D-Modell der Koronararterien und berechnet anhand einer Blutflussanalyse die Widerstände in den Koronararterien.
Mit ihrem nicht-invasiven Charakter und der blutflussbasierten FFR-Berechnung unterscheidet sich die neue Untersuchungsmethode deutlich von der messdrahtbasierten invasiven FFR-Messung, die seit dem 1. Oktober 2018 als Leistung der vertragsärztlichen Versorgung im EBM enthalten ist.

