Der Gesamtvertrag vom 21.10.2008 wurde gemäß den geltenden Bestimmungen aktualisiert und trat in seiner aktualisierten Fassung am 01.01.2026 in Kraft.
Aus der KV Berlin
Parlamentarischer Abend in der KV Berlin: Wie kann Berlin künftig gut ambulant versorgt bleiben?
Zum Jahresende 2025 lud die KV Berlin am 18.12.2025 zu einem parlamentarischen Abend ein. Die aktuellen Herausforderungen der ambulanten medizinischen Versorgung in Berlin sowie mögliche Lösungsansätze wurden gemeinsam mit Staatssekretärin für Gesundheit und Pflege, Ellen Haußdörfer, Katharina Jahn-Günther (Referentin der Staatssekretärin), Christian Zander (CDU-Fraktion Berlin), Catherina Pieroth (Grüne-Fraktion Berlin), Franziska Lorenz (Referentin), Silke Gebel (Grüne-Fraktion Berlin, Vorsitzende im Ausschuss für Gesundheit und Pflege) und Dr. Amelie Fitting (SPD-Fraktion Berlin) in einem sehr angenehmen und offenen Austausch diskutiert.
Die Bevölkerung in Berlin wächst, aber ungleich über die Bezirke. Und die Bevölkerung wird kränker: Bezirke, die am stärksten wachsen, sind auch am kränksten und am schlechtesten versorgt. Die Arztzahlen steigen zwar, aber nicht äquivalent zum Bevölkerungswachstum. Der Anteil der weiblichen Ärztinnenschaft steigt, aber: Nur knapp 50 % der Ärztinnen arbeiten mit einem vollen Versorgungsauftrag. Insgesamt möchten viele junge Ärzt:innen lieber angestellt oder in Teilzeit arbeiten.
Um den Abwärtstrend in der Versorgung zu stoppen und eine ausgeglichene Versorgung in den Bezirken sicherzustellen, hat die KV Berlin bereits umfangreiche Förderprogramme initiiert: u. a. bezirksbezogene Bedarfsplanung, eigene KV-Praxen sowie Förderung von Neuniederlassungen und Delegationsmodellen.
Aber Realität ist: Das Gesundheitssystem hat strukturelle Probleme – ein hochreguliertes System wird unreguliert in Anspruch genommen. Delegation und Substitution können unterstützen, aber nur unter ärztlicher Supervision. Die KV Berlin ergreift bereits zahlreiche Maßnahmen, doch der Durchbruch bleibt aus. Das System muss grundlegend durch eine Primärversorgung reformiert werden. Und: Es braucht eine gesellschaftliche Debatte darüber, was wir uns künftig leisten können und wollen. Ein unbegrenztes Leistungsversprechen ist nicht mehr möglich.
Zum Abschluss des Abends stellte die KV Berlin die Voraussetzungen für eine funktionierende Primärversorgung und das Modell der KV Berlin vor.
Der nächste Termin ist bereits in Planung. Die KV Berlin möchte im stetigen Dialog mit der Politik die Interessen der ambulant tätigen Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen in Berlin vertreten und einbringen.
Neue Anleitung: So melden Sie sich für die elektronische Bekanntgabe an
Auf der Themenseite zur elektronischen Bekanntgabe stellen wir Ihnen eine überarbeitete Anleitung zur Anmeldung für die elektronische Bekanntgabe bereit. Darin sind alle Schritte detailliert beschrieben, um sich im Rahmen der elektronischen Bekanntgabe im Online-Portal für den elektronischen Honorarfestsetzungsbescheid (eHFB) und Praxishonorarbericht (PHB) anzumelden.
Fast 70 Prozent der KV-Mitglieder haben bereits der elektronischen Bekanntgabe zugestimmt und nutzen den eHFB. Für Mitglieder, die der elektronischen Bekanntgabe noch nicht zugestimmt haben und die digitalen Angebote der KV Berlin – wie den eHFB – noch nicht nutzen, wird seit dem 1. Januar 2026 ein Malus in Höhe eines prozentualen Abschlags von 0,05 % vom Gesamthonorar (mindestens 17 Euro, höchstens aber 100 Euro) erhoben.
Honorarbericht für das 2. Quartal 2025: Honorar wächst weiterhin leicht an
Der positive Trend aus dem vergangenen Quartal setzt sich bei den Honoraren sowohl im hausärztlichen als auch im fachärztlichen Versorgungsbereich in abgeschwächter Ausprägung fort. Darüber hinaus lassen sich Veränderungen bei der Höhe der Finanzvolumina der einzelnen Honoraranteile beobachten.
Den gesamten Honorarbericht für Q2/2025 können Sie in der Online-Ausgabe des KV-Blattes 01/2026 lesen.
Auf unserer Website können Sie sich außerdem das Honorar quartalsweise nach Fachgruppe auswerten lassen.
KV Berlin bietet auch 2026 wieder ein umfangreiches Seminarangebot an
Die KV Berlin bietet auch 2026 wieder ein umfangreiches Seminarangebot für Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen, Praxismitarbeiter:innen sowie Niederlassungswillige an. Inhaltlich decken die Seminare eine große Bandbreite an praxisrelevanten Themen ab und befassen sich unter anderem mit dem Arbeits- und Datenschutz in der Praxis, dem Qualitäts- und Hygienemanagement, dem Umgang mit Beschwerden oder der Personal- und Mitarbeiterführung.
Außerdem werden vier Termine zum Thema Honorarabrechnung angeboten. KV-Expert:innen erläutern Ihnen darin beispielsweise, wie Sie Ihre Abrechnungsunterlagen richtig interpretieren können oder wie die Berechnung der Regelleistungsvolumen (RLV) und qualifikationsgebundene Zusatzvolumen (QZV) erfolgt.
Darüber hinaus bietet die KV Berlin fünf Niederlassungstage für Ärzt:innen und zwei spezielle Niederlassungstage für ärztliche und psychologische Psychotherapeut:innen an. Von den Zulassungsvoraussetzungen über das Ausschreibungsverfahren bis hin zu den fachgruppenspezifischen Besonderheiten wird der komplette Weg in die Niederlassung aufgezeigt.
Auch für Praxisabgeber:innen gibt es entsprechende Informationsveranstaltungen, denn wer die Absicht trägt, seine Praxis aufzugeben, sollte möglichst frühzeitig die Abgabe planen.
Erstmals in diesem Jahr bietet die KV Berlin drei Fortbildungen zum Thema „Die digitale Arztpraxis“ an. Von der Vorstellung verschiedener digitaler Anwendungen im Praxisalltag und den damit verbundenen datenschutzrechtlichen Aspekten bis hin zur Schulung von Mitarbeiter:innen und der Kommunikation mit Patient:innen werden die Schritte zur erfolgreichen Einführung digitaler Prozesse aufgezeigt.
Alle Termine sind im Veranstaltungskalender auf der KV-Website zu finden und können ab sofort gebucht werden.
Save the Date: Berliner Firmenlauf 2026
Die KV Berlin geht auch in diesem Jahr wieder beim Berliner Firmenlauf an den Start. Das Team besteht wie gewohnt aus KV-Mitgliedern und KV-Mitarbeitenden.
Sie möchten in diesem Jahr mitlaufen, mitskaten oder mitwalken? Dann merken Sie sich schon einmal den Termin vor: 20. Mai 2026 am Brandenburger Tor.
Die KV Berlin freut sich über zahlreiche Mitstreiter:innen und wird über den PID informieren, sobald der Anmeldeprozess startet.
Weitere Meldungen
Die Vereinbarung zwischen der KV Berlin und dem Land Berlin gilt ab 1. Januar 2026 und regelt das Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung.
Die KV Berlin stellt den Mitschnitt der Informationsveranstaltung zur Vorhaltepauschale sowie ein Merkblatt mit den wichtigsten Infos im Überblick auf der Website bereit.
Der Vertrag wird mit Wirkung zum 01.01.2026 angepasst. Änderungen betreffen v. a. das elektronische Vertragsinformationssystem (eVIS), das durch das SFTP-Server-Verfahren der KBV ersetzt wird.
Infolge einer Umstellung des Datenaustausches auf das SFTP-Server-Verfahren im Vertrag mit der SECURVITA Krankenkasse wurden Änderungen in der Technischen Anlage mit Wirkung zum 01.01.2026 vorgenommen…
Im Rahmen des Vertrags wurde im Modul 2 die Anlage A2 angepasst.
Infolge einer Umstellung des Datenaustausches auf das SFTP-Server-Verfahren im Vertrag mit der IKK Classic wurden Änderungen in der Technischen Anlage mit Wirkung zum 01.01.2026 vorgenommen.
Aus der Vertreterversammlung
Erste Sitzung der Vertreterversammlung 2026
Am 29. Januar, findet um 19:00 Uhr die 18. Sitzung der Vertreterversammlung (VV) der KV Berlin statt.
Bitte beachten Sie: Im Jahr 2026 finden die Sitzungen der VV der KV Berlin ausschließlich in den Konferenzräumen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung am Herbert-Lewin-Platz 2 in 10623 Berlin statt.
Alle Termine für die VV-Sitzungen 2026 sind auf der Internetseite der KV Berlin veröffentlicht.
Aus der Gesundheitspolitik
KV Berlin im Gesundheitsausschuss: Patientensteuerung bei Notfallreform unabdingbar
Direkt zu Jahresbeginn stellte Dr. Burkhard Ruppert, Vorstandsvorsitzender der KV Berlin, bei einer Anhörung zur Notfallversorgung im Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses die Perspektive und die Forderungen der KV Berlin vor. Der KV-Chef machte noch einmal deutlich, dass das hochregulierte Gesundheitssystem dringender Reformen bedarf – insbesondere bei der Akutversorgung.
In dem vorliegenden Gesetzesentwurf zur Notfallversorgung sieht die KV Berlin zwar schon viel Potenzial, aber vor allem in einem Punkt besteht klarer Nachbesserungsbedarf: Es braucht eine intelligente Patientensteuerung.
Für eine nachhaltige Reform der Akutversorgung sind aus Sicht der KV Berlin folgende Punkte zentral:
- Eine verbindliche Patientensteuerung über die 116117 – ambulant vor stationär.
- Die Stärkung etablierter Strukturen statt deren Ersatz.
- Eine vollständige Finanzierung der Mehrkosten für zusätzliche telemedizinische Leistungen.
- Die Übernahme der Vorhaltekosten durch die Krankenkassen – analog zur Krankenhausfinanzierung.
- Die Entbudgetierung der Fachärzt:innen für eine faire Honorierung.
Für die Praxis
Hinweis zu Rezeptfälschungen: So können sich Praxen schützen
Leider werden der KV Berlin – trotz zahlreicher Vorkehrungen in den Praxen – immer wieder Fälle von Rezeptfälschungen gemeldet. Wir möchten daher an dieser Stelle noch einmal sensibilisieren und Praxen auf wichtige Regelungen in Bezug auf den Umgang mit Rezeptfälschungen hinweisen:
- Sichern Sie Papiervordrucke von Rezepten grundsätzlich in Ihren Praxisräumlichkeiten gegen unbefugte Wegnahme
- Bewahren Sie die Vordrucke immer an einem sicheren und verschlossenen Ort auf.
- Vermeiden Sie Blankounterschriften auf den Papiervordrucken.
- Melden Sie Rezeptfälschungen oder Verdachtsfälle unverzüglich an die Stelle zur Bekämpfung von Fehlverhalten bei der KV Berlin: E-Mail: Korruptionsbekaempfung@kvberlin.de
- Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei und bewahren Sie den Beleg mit der polizeilichen Vorgangsnummer sorgfältig auf. Der Beleg ist wichtig, um ihn ggf. bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung vorzuzeigen und damit zu bestätigen, dass die Rezeptverordnung auf einer Fälschung beruht.
- Nutzen Sie E-Rezepte anstelle von Papierrezepten, wo möglich
- Bei Heim- und Hausbesuchen:
- Lassen Sie Rezeptvordrucke nicht offen im Auto liegen. Der KV Berlin sind in der Vergangenheit auch Diebstähle aus dem Auto gemeldet worden.
- Sensibilisieren Sie auch Ihr Praxispersonal sowie Vertretungsärzt:innen für dieses Thema.
1. Quartal 2026: Änderungen zum Jahresbeginn auf einen Blick
Von Abrechnungsthemen über Digitalisierung bis hin zur Patientenversorgung – der Jahreswechsel bringt wieder zahlreiche Neuerungen für Praxen.
Für einen Überblick über wichtige Änderungen empfiehlt sich ein Blick auf die KV-Website unter „Neu zum Quartal“. Mit Auswahl des Filters „Neu zum 1. Januar“ werden alle Praxis-News mit Neuigkeiten zum 1. Januar angezeigt.
Auch die Kassenärztlichen Bundesvereinigung stellt einen Jahresüberblick 2026 zur Verfügung.
Weitere Meldungen
Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege zum Jahresbeginn steht nun auch die Höhe der sektorengleichen Fallpauschalen für 2026 endgültig fest.
Wie vom Bundesministerium für Gesundheit festgelegt, erhöht sich die monatliche TI-Pauschale zum 1. Januar 2026 entsprechend der Steigerung des Orientierungswertes.
Der G-BA hat den Anspruch auf biomarkerbasierte Tests beim primären Mammakarzinom erweitert und präzisiert. Anpassungen des EBM sind nicht notwendig.
Der Bundesrat verabschiedet eine Verlängerung der Übergangsregelung für sonstige Wundprodukte rückwirkend vom 2. Dezember 2025 bis 31. Dezember 2026.
Für das Melden von implantatbezogenen operativen Eingriffen an Hüft- und Kniegelenken erhalten Ärzt:innen ab 1. Januar eine höhere Vergütung. Das hat der Bewertungsausschuss beschlossen.
Vertragsärzt:innen können weiterhin bestimmte Leistungen des EBM neben einer Hybrid-DRG abrechnen. Die bestehende Übergangsfrist wurde erneut um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2026 verlängert.
Mit dem Kompromiss zum BEEP, dem Bundestag und Bundesrat zugestimmt haben, erfolgt die Vergütung unter Fortschreibung der stationären Fallkosten um den stationären Orientierungswert (2,98 Prozent).
Seit Anfang Dezember gelten in Deutschland neue gesetzliche Vorgaben für den Schutz vor Angriffen auf das eigene Netzwerk und die Informationssicherheit. Auch große Praxen können betroffen sein.
Aktuelle Pressemitteilungen der KV Berlin
Stromausfall im Südwesten Berlins
