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01.06.2022

Höhere Vergütung für HPV-Test ab Juli

EBM

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.


Der Nukleinsäurenachweis humaner Papillomviren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird ab 1. Juli höher vergütet. Die Anhebung erfolgt sowohl beim präventiven als auch kurativen HPV-Test.

Der Bewertungsausschuss (BA) hat am 18. Mai 2022 beschlossen, dass der Nukleinsäurenachweis humaner Papillomviren (HPV-Test) zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ab 1. Juli 2022 höher vergütet wird. 

Beim präventiven HPV-Test nach den GOP 01763, 01767 und der Genotypisierung bei positivem HPV-Test nach der GOP 01769 steigt die Vergütung auf 168 Punkte (18,93 Euro; bisher 153 Punkte/17,24 Euro).

Für den kurativen HPV-Test nach der GOP 32819 wird die Vergütung ab Juli auf 21 Euro angehoben (bisher 18,80 Euro). Die GOP 32819 beinhaltet dabei auch die Genotypisierung bei positivem HPV-Nachweis.

Zum Hintergrund

Durch die Neufassung der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme (oKFE-RL) zur Früherkennung von Zervixkarzinomen kam es zum 1. Januar 2020 für alle Frauen ab dem 35. Lebensjahr im Rahmen der Krebsfrüherkennung zu einem Wechsel von einem einjährigen zu einem dreijährigen Untersuchungsintervall. Deswegen kommt es für die Jahre 2021 und 2022 zu einer rückläufigen Auslastung der HPV-Diagnostik. Mit der Anhebung der Bewertung im EBM berücksichtigt der BA diese Besonderheit einer stark schwankenden Auslastung von Geräten und Personal, die in den Zwischenjahren eines Untersuchungsintervalls dennoch unverändert vorgehalten werden müssen.