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25.03.2022

EBM-Abschnitt zur Reproduktionsmedizin zum 1. April angepasst

Neu im EBM

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.


Verschiedene reproduktionsmedizinische Leistungen sind ab dem 1. April 2022 auch ohne erneute hormonelle Stimulationsbehandlung abrechenbar. Zudem wird die Definition des Zyklusfalls erweitert.

Folgende GOP werden zum 1. April 2022 als separate Leistungen in den Abschnitt 8.5 des EBM abgebildet:

  • In-vitro-Fertilisation (GOP 08550)
  • intracytoplasmatische Spermieninjektion (GOP 08555)
  • Embryo-Transfer (GOP 08558)

Zuvor waren die GOP im Zyklusfall nur im Zusammenhang mit einer hormonellen Stimulationsbehandlung (GOP 08535) berechnungsfähig. Durch die Anpassung kann eine künstliche Befruchtung auch dann abgerechnet werden, wenn bei einer Versicherten unbefruchtete Eizellen aus einer vorausgegangenen Eizellgewinnung in einem anderen Zyklus genutzt werden, ohne dass eine erneute hormonelle Stimulationsbehandlung notwendig ist.

Bitte in diesem Zusammenhang beachten: Um die Leistungen abrechnen zu können, müssen die Anspruchsvoraussetzungen nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über ärztliche Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung erfüllt sein.

Definition des Zyklusfalls erweitert

Des Weiteren hat der Bewertungsausschuss die Definition des Zyklusfalls erweitert. Dieser umfasst nun auch Patientinnen ohne endogen gesteuerten Zyklus und ohne hormonelle Stimulation. Dadurch sind auch für diese Patientinnen die Maßnahmen der In-vitro-Fertilisation, der intracytoplasmatischen Spermieninjektion sowie des Embryo-Transfers ab 1. April zulasten der gesetzlichen Krankenkassen abrechenbar.