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17.02.2022

Seit 12. Februar gilt neue Corona-Testverordnung und Teststrategie

Corona-Pandemie

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.


Die Testverordnung wurde leicht – hinsichtlich dem Anspruch auf PCR-Testungen – geändert. Empfehlungen, wann welcher Test eingesetzt werden sollte, gibt die angepasste nationale Teststrategie.

Zum 12. Februar 2022 trat eine geänderte Coronavirus-Testverordnung (TestV) in Kraft. Für Praxen ergeben sich hinsichtlich der Testung von Personen ohne Symptome folgende Änderungen:

  • Personen mit roter Corona-Warn-App gelten nicht mehr als Kontaktperson und haben somit keinen Anspruch mehr auf Testung. Diese ist aber weiterhin im Rahmen der Bürgertestung mit einem Antigen-Schnelltest möglich.
  • Die variantenspezifische Testung wurde aus § 4b TestV gestrichen. Labore können diese Testung somit seit dem 12. Februar 2022 nicht mehr abrechnen.

Bestätigende PCR-Tests nicht immer notwendig

Empfehlungen für PCR-Testungen gibt die angepasste nationale Teststrategie. In der Strategie wird grundsätzlich betont, dass eine PCR-Bestätigung erst dann erfolgen soll, wenn ein positiver korrekt durchgeführter, qualitativ hochwertiger Antigen-Schnelltest vorliegt. Zudem sei bei den aktuell hohen Inzidenzen eine bestätigende PCR-Testung in der Regel nicht notwendig. 

Eine bestätigende PCR-Testung sollte stattdessen aufgrund klinischer Kriterien abgewogen werden: So ist nach Teststrategie eine PCR-Testung vorrangig bei Personen mit dem Risiko schwerer Verläufe durchzuführen sowie bei Personen, die mit vulnerablen Gruppen arbeiten (z. B. Arztpraxen, Krankenhaus, Pflege, Rettungsdienst). Auch für eine „Freitestung“ aus Isolierung/Absonderung ist in der regelt ein negativer, korrekt durchgeführter, qualitativ hochwertiger Antigen-Schnelltest, wie sie in den zertifizierten Teststellen angeboten werden, ausreichend.

Die in der TestV getroffenen Regelungen zu PCR-Tests in Kombination mit der nationalen Teststrategie decken sich auch mit den Regelungen des Berliner Senats. Die angepasste Berliner Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt seit dem 5. Februar 2022. Demnach soll kein bestätigender PCR-Test mehr erfolgen, wenn eine positive (Fremd-)Antigen-Testung oder ein Antigen-Selbsttest unter Aufsicht erfolgte (Ausnahme: Personen, die mit vulnerablen Gruppen arbeiten). Außerdem sollte ein positiver unbeaufsichtigter Antigen-Selbsttest zunächst mit einem Antigen-Test bei einer zertifizierten Teststelle bestätigt werden.

Bei Symptomen weiterhin PCR-Tests

Bitte beachten: Gesetzliche Verordnungen regeln ausschließlich die Corona-Testungen von asymptomatischen Personen. Personen, die mit für COVID-19 typischen Symptomen in die Praxis kommen, haben weiterhin Anspruch auf eine PCR-Testung als Krankenbehandlung. Diese Personen sind Patient:innen mit einer medizinisch-diagnostischen Indikation. In der nationalen Teststrategie sind sie nach wie vor als Prioritäten-Gruppe 1 definiert. Das Labor wird über Muster 10C beauftragt (TestV: Muster OEGD). Die Abrechnung erfolgt nach EBM über die Quartalsabrechnung (TestV: Monatliche Sammelabrechnung im Online-Portal der KV Berlin).

Eine aktualisierte Übersicht zur Veranlassung aller SARS-CoV-2 Testungen finden Sie hier (auch als PDF-Übersicht).