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10.12.2021

Monoklonale Antikörpertherapie auch als Infektionsprophylaxe einsetzbar

Corona-Pandemie

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.


Die monoklonale Antikörpertherapie kann jetzt auch zur Infektionsprophylaxe bei Patient:innen angewandt werden, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung haben.

Die monoklonale Antikörpertherapie, die von der Europäischen Kommission unter dem Markennamen „Ronapreve“ zugelassen ist, kam bislang ausschließlich bei der Behandlung von COVID-19-Erkrankungen zum Einsatz. Mit Änderung der Monoklonale-Antikörper-Verordnung (MAKV) ist seit dem 15. November 2021 auch der Einsatz als Infektionsprophylaxe möglich.

Einsatz als Infektionsprophylaxe

Die Antikörpertherapie kann als Prophylaxe bei nicht infizierten Patient:innen angewandt werden, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf auf eine COVID-19-Erkrankung haben. Für die Leistung kann die neue GOP 88401 abgerechnet werden. Jede Anwendung wird gemäß MAKV mit jeweils 150 Euro vergütet. Findet die Prophylaxe in der eigenen Häuslichkeit der Patient:innen, beschützenden Wohnheimen, Einrichtungen oder Pflege- oder Altenheimen mit Pflegepersonal statt, erfolgt ein Zuschlag in Höhe von 60 Euro (GOP 88402).

Außerdem erhält die Krankenhausapotheke für die Lagerung und Abgabe der monoklonalen Antikörper eine Vergütung in Höhe von 40 Euro je Einheit. Diese ist mit der neuen GOP 88403 durch die Vertragsärzt:innen abzurechnen und an den Träger des Krankenhauses zu zahlen.

Generelle Hinweise zur monoklonalen Antikörpertherapie

Monoklonale Antikörper gegen das Spike-Protein können in der frühen Krankheitsphase die SARS-CoV-2-Viruslast bei leichter bis moderater COVID-19-Erkrankung senken. Sie sind damit eine der Optionen antiviraler Therapie von COVID-19.

Die Bundesregierung hat Dosen der Antikörperkombination Casirivimab/Imdevimab zentral beschafft. Bisher wird die Therapie in Berlin von sieben Kliniken und sieben ambulanten Praxen angeboten. Einen Überblick über das Angebot und weitere Informationen sind hier aufbereitet. Praxen, die die Therapie selbst durchführen möchten, wenden sich für die weitere Abstimmung bitte per E-Mail an .