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29.11.2021

Neue Hygienezuschläge ab 1. Januar 2022

Hygienekosten

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.


Weitere Informationen

KBV-PraxisNachricht

Ab dem 1. Januar erhalten Haus- und Fachärzt:innen bei direktem Patientenkontakt einen Hygienezuschlag.

Um die gestiegenen Hygienekosten in den Praxen finanziell auszugleichen, hat der Erweiterte Bewertungsausschuss (EBA) gegen die Stimmen der Krankenkassen Hygienezuschläge beschlossen. Ab 2022 erhalten alle Fachgruppen bei direkten Patientenkontakt einen Zuschlag zu den Versicherten-, Grund- und Konsiliarpauschalen von jeweils zwei Punkten (rund 22,5 Cent). Ausgenommen sind Fälle, die ausschließlich über Videokontakte stattfinden. Der Zuschlag ist für alle Fachgruppen einheitlich, da sich die allgemeinen Hygienekosten je Behandlungsfall nur unwesentlich unterscheiden.

Mit den Zuschlägen sollen die gestiegenen allgemeinen Hygienekosten berücksichtigt werden, die unter anderem für die geforderte Verwendung sogenannter Safety-Produkte sowie für Hygieneberatung und Fortbildung anfallen. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen dafür im kommenden Jahr 98 Millionen Euro bereitstellen, dies hatte der EBA bereits im Sommer festgelegt.

Über die Hygienekosten bei speziellen Leistungen wie ambulante Operationen, Dialysen und Endoskopien wird separat verhandelt. In diesen Bereichen sind die Aufwendungen für Hygiene deutlich höher. 

Weitere Informationen in der PraxisNachricht der KBV.