Schliessen
Youtube

Zurück

19.10.2021

oKFE-RL: Textierung und Dokumentationsparameter angepasst

Krebsfrüherkennung

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.


Zum 1. Januar 2022 werden in der oKFE-Richtlinie Dokumentationsparameter angepasst und Vorgaben zum kombinierten Zervixkarzinomscreening präzisiert.

In den Früherkennungsprogrammen zu Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs tritt zum 1. Januar 2022 eine Anpassung bzw. Ergänzung der Dokumentationsparameter gemäß Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme (oKFE-RL) in Kraft.

In den betreffenden Anlagen III und VII werden die Parameter aktualisiert und/oder präzisiert, Begrifflichkeiten angepasst und entbehrliche Angaben gestrichen. Damit werden insbesondere die durch das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) erstellten Spezifikationsempfehlungen zur Programmbeurteilungen der oKFE-RL für das Datenerfassungsjahr 2022 harmonisiert.

Die geänderte Spezifikation ist über die Internetseiten des Instituts öffentlich zugänglich. Hinweis: Die Ärzt:innen haben sich hinsichtlich eines erforderlichen Updates des Dokumentationsmoduls im Praxisverwaltungssystem an ihren Softwarehersteller zu wenden.

Formulierung zum kombinierten Zervixkarzinomscreening präzisiert

In Teil III der oKFE-RL zum Programm zur Früherkennung des Zervixkarzinoms werden außerdem die Anspruchsvoraussetzungen gemäß § 3 Absatz 3 geändert. Demnach können Frauen ab dem Alter von 35 Jahren alle drei Jahre ein kombiniertes Zervixkarzinomscreening, bestehend aus zytologischer Untersuchung und HPV-Test (§ 6 Absatz 4), in Anspruch nehmen.

Damit soll eine Fehlinterpretation hinsichtlich der Intervalle für die Kombinationsuntersuchung (Ko-Test) vermieden werden. Beispiel: Eine Frau über 35 Jahren kann nach unauffälligem Ko-Test im Juli 2021 das nächste Primärscreening ab Januar 2024 wahrnehmen.

Die am 1. Januar 2022 in Kraft tretende Richtlinienversion wurde durch den Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) am 1. Juli 2021 beschlossen und ist bereits hier einsehbar.