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08.10.2021

Neue Zertifizierungsregelung für Videodienstanbieter greift seit 1. August

Videosprechstunde

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.


Durch Änderungen der technischen Vereinbarung zur Videosprechstunde müssen Vertragsärzt:innen prüfen, ob ihr Videodienstanbieter noch zertifiziert ist. 

Die technische Vereinbarung zur Videosprechstunde wurde angepasst
(Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag-Ärzte). Die Änderungen betreffen vor allem die Anforderungen, die Videodienstanbieter erfüllen müssen, damit Vertragsärzt:innen sie weiterhin nutzen dürfen. Die Regelung ist mit der Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt am 20. März 2021 in Kraft getreten. 

Hintergrund ist, dass es aufgrund von Beanstandungen und Problemen beim Datenschutznachweis seit Oktober 2020 für Videodienstanbieter schwerer geworden ist, die notwendigen Nachweise beizubringen, um als zertifizierter Videodienstanbieter vertragsärztlich genutzt werden zu können. Dies betrifft auch bereits gelistete Videodienstanbieter, bei denen die Nachweise nun ausgelaufen sind oder in naher Zukunft auslaufen.

Durch die Neufassung werden unter anderem die Anforderungen an die Zertifikate und die ausstellenden Stellen zum Nachweis von IT-Sicherheit und Datenschutz aktualisiert. Für Videodienstanbieter, die aufgrund früherer Regelungen in die Liste der zertifizierten Videodienstanbieter aufgenommen wurden, gab es eine Übergangsregelung zum Nachweis der aktualisierten Anforderungen. So mussten diese gegenüber dem GKV-Spitzenverband und der KBV erklären, dass sie die bisherigen Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz auch weiterhin einhalten. Sie blieben bis Ende Juli 2021 im Verzeichnis gelistet. 

Bei abgelaufenen Nachweisen gilt zudem folgende Regelung: Sofern die Laufzeit der Zertifikate eines Videodienstanbieters im laufenden Quartal endet, werden diese bis zum Ende des Quartals anerkannt. Vertragsärzte können die entsprechenden Videodienste somit bis zum Quartalsende weiter nutzen.

Somit konnten Vertragsärzt:innen auch solche Videodienstanbieter weiterhin nutzen, die aufgrund der Änderungsvereinbarung Schwierigkeiten bei der rechtzeitigen Re-Zertifizierung ihres Videodienstes hatten und bei denen die Nachweise nunmehr abgelaufen sind. 

Grundsätzlich soll von den Praxen ein zertifizierter Videodienstanbieter genutzt werden. Praxen mit bereits von der KV Berlin bestätigter Anzeige zur Durchführung und Abrechnung von Videosprechstunden können auf einer von der KBV bereitgestellten Liste regelmäßig nachprüfen, ob ihr Videodienstanbieter noch zertifiziert und somit vertragsärztlich nutzbar ist. Sollte die Zertifizierung des Datenschutznachweises des Videodienstanbieters nicht verlängert worden sein, zeigen Sie bitte mit der Angabe Ihrer BSNR die Verwendung eines neuen Anbieters an