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04.06.2021

Ab dem 7. Juni gilt eine geänderte Coronavirus-Impfverordnung

COVID-19-Schutzimpfung

Der Wegfall der Impfpriorisierung und die Ausstellung von Impfzertifikaten –  zum 7. Juni 2021 treten mit der geänderten Coronavirus-Impfverordnung grundlegende Änderungen in Kraft.

Das Bundeskabinett hat die geänderte Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) verabschiedet, die am kommenden Montag, den 7. Juni, in Kraft tritt. Neben dem Wegfall der Impfpriorisierung werden darin die Details zur Ausstellung der neuen Impfzertifikate (digitaler Impfnachweis) festgelegt. Die Änderungen im Überblick:

Wegfall der Priorisierung

Ab dem 7. Juni entfällt die Priorisierung bei COVID-19-Impfungen. Ab dann haben impfberechtigte Personen, unabhängig von ihrem Alter, ihrem Gesundheitszustand sowie ihrer beruflichen Tätigkeit, im Rahmen der Impfstoffverfügbarkeit Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Zugelassene Impfstoffe gibt es derzeit für Personen ab zwölf Jahren.

Achtung: Mit Wegfall der Priorisierung entfällt auch die Notwendigkeit, ärztliche Atteste bei Vorerkrankungen auszustellen sowie deren Vergütung. Eine Abrechnung ärztlicher Atteste ist somit ab dem 7. Juni nicht mehr möglich.

Tägliche Schnelldoku: Erfassung auch der unter 18-Jährigen

Da nunmehr auch Kinder- und Jugendliche geimpft werden können, soll diese Altersgruppe in der täglichen Schnell-Dokumentation erfasst werden. Ab dem 7. Juni ist deshalb neben der Anzahl der über 60-Jährigen auch die Anzahl der täglich Geimpften der unter 18-Jährigen anzugeben, ebenfalls aufgeschlüsselt nach Erst- und Zweitimpfung. Das ImpfDoku-Portal wird entsprechend angepasst.

COVID-19-Impfzertifikat

An der Umsetzung des digitalen Impfnachweises wird aktuell noch gearbeitet: Geplant ist, dass unter anderem die Praxen hierfür ein Zertifikat mit einem QR-Code generieren. Dieser soll durch eine ebenfalls in Kürze bereitgestellte App für Patient:innen auf dem Handy einlesbar und digital vorzeigbar sein. 

Zur Erstellung der Zertifikate sollen Praxen eine kostenfreie PVS-Anwendung erhalten, die nach Vorgaben der Bundesregierung spätestens bis zum 12. Juli mit einem PVS-Update zur Verfügung stehen soll. Alternativ zur PVS-Lösung wird in der TI eine Webanwendung bereitgestellt, die zur Erstellung der Zertifikate im Webbrowser genutzt werden kann. Nach Anmeldung in der Anwendung müssen darin aber alle relevanten Daten der Patient:innen manuell eingetragen werden.

Sobald die notwendigen Vorarbeiten abgeschlossen sind und Informationen zur Nutzung zur Verfügung stehen, wird Sie die KV Berlin darüber ausführlich informieren.

Die Abrechnung der ausgestellten Impfzertifikate erfolgt nach EBM über die Quartalsabrechnung. Die geänderte Impfverordnung hat die Vergütung festgesetzt:

Pseudo-GOP Leistung gemäß Corona-ImpfverordnungVergütung
Impfzertifikat für Personen, die in der eigenen Praxis geimpft wurden
88350Ausstellung eines Impfzertifikats6 Euro
88351Ausstellung eines Impfzertifikats automatisiert mithilfe des PVS-Systems2 Euro
Impfzertifikat für Personen, die nicht in der eigenen Praxis geimpft wurden
88352Ausstellung eines Impfzertifikats18 Euro
88353Ausstellung eines Impfzertifikats für die Zweitimpfung, wenn dieselbe Praxis in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang das Zertifikat für die Erstimpfung erstellt hat 6 Euro

Alle aktuellen Informationen zur COVID-19-Schutzimpfung – von der Bestellung bis zur Abrechnung finden Sie hier.