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18.05.2021

Honorarvertrag 2021 veröffentlicht

Honorarverhandlungen
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Honorarvertrag 2021

Mit Schiedsamtsbeschluss vom 17. Februar haben die KV Berlin und die Krankenkassen die Honorarverhandlungen für 2021 beendet. Der gültige Honorarvertrag ist auf der Website der KV Berlin veröffentlicht.

Seit Oktober 2020 befanden sich KV Berlin und die regionalen Verbände der Krankenkassen in den Verhandlungen für den Honorarvertrag 2021. Da bilateral keine Einigung hervorgerufen werden konnte, entschied der Beschluss des Landesschiedsamts vom 17. Februar 2021 über die strittigen Punkte. Über den Schiedsspruch hat die KV Berlin bereits im KV-Blatt 02/2021 informiert. Der Honorarvertrag ist jetzt in seiner gültigen Fassung auf der Website der KV Berlin veröffentlicht.

Die Eckpunkte des Honorarvertrags 2021 im Überblick

Erhöhung der MGV um 1 Prozent
Der Honorarvertrag regelt unter anderem die Berechnung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV), die Vergütung außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (EGV) und beinhaltet den regionalen Punktwert für das Jahr 2021 in Höhe von 11,1244 Cent. Darüber hinaus konnte die MGV um ein Prozent erhöht werden.

Besonders förderungswürdige Leistungen werden fortgeführt
Zudem werden die seit dem dritten Quartal 2020 geregelten besonders förderungswürdigen Leistungen der Hausbesuche (GOP 01410), der Allergologie (GOPs 30130, 30130T, 91130) und der Schmerztherapie (GOPs 30702, 30704) sowohl im Jahr 2021 als auch im Jahr 2022 mit den bisherigen Vergütungsregelungen gefördert.

Niederlassungsförderung
Die seit dem 4. Quartal 2020 geregelten besonders förderungswürdigen Leistungserbringer, die sich zwischen dem 1. Oktober und 31. Dezember 2020 in Bezirken mit unterdurchschnittlichem Versorgungsgrad niedergelassen oder Stellen nachbesetzt haben, erhalten weiterhin bis einschließlich des dritten Quartals 2022 den extrabudgetären Zuschlag auf die MGV-Leistungen in Höhe von 2 Cent auf den Punktwert. Der Zeitraum der gezielten Förderung ist pro Ärztin /Arzt auf maximal acht Quartale begrenzt. Unter diese förderungswürdigen Leistungsgerbringer fallen Hausärzt:innen in Berliner Bezirken mit einem Versorgungsgrad < 100 Prozent (gemäß LOI) sowie Augenärzt:innen, Frauenärzt:innen und Kinderärzt:innen in Berliner Bezirken mit einem Versorgungsgrad < 95 Prozent (gemäß LOI).

Den extrabudgetären Zuschlag auf die MGV-Leistungen in Höhe von 2 Cent auf den Punktwert erhalten für das Jahr 2021 und 2022 auch die besonders förderungswürdigen Leistungserbringer, die sich seit dem 1. Januar 2021 in Bezirken der Planungsbereiche 2 und 3 (Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick) mit unterdurchschnittlichem Versorgungsgrad niederlassen oder Stellen nachbesetzen. Diese Leistungserbringer sind Hausärzt:innen mit einem Versorgungsgrad < 100 Prozent (gemäß LOI) sowie Augenärz:innen, Frauenärz:innen und Kinderärzt:innen in den genannten Bezirken mit einem Versorgungsgrad < 95 Prozent (gemäß LOI). Der Zeitraum der gezielten Förderung ist pro Ärztin / Arzt auf maximal acht Quartale begrenzt. Neue Förderungen werden nicht mehr begonnen, wenn der jeweilige Versorgungsgrad erreicht ist.

Auf Grundlage des Schiedsspruchs wurde zudem wie in den letzten Jahren vereinbart, dass die Krankenkassen einen Betrag in Höhe von 1,5 Millionen Euro als Einmalbetrag im Jahr 2021 zweckgebunden zur Förderung der Sicherstellung der Strukturen des Notdienstes außerhalb der MGV zur Verfügung stellen.

Der Honorarvertrag zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin und den Verbänden der Krankenkassen über die Vergütung vertragsärztlicher Leistungen für das Vertragsgebiet Berlin für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 gemäß § 83 i.V.m. § 87a SGB V ist auf der Website der KV Berlin veröffentlicht.