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28.01.2021

Corona-Sonderregung für Verordnungen verlängert

Corona-Pandemie

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.

Aufgrund der anhaltenden Pandemie hat der Gemeinsame Bundesausschuss die bisher erlassenen Sonderregelungen für Verordnungen bis zum 31. März 2021 verlängert.

Die bisher erlassenen Sonderregelungen für Verordnungen aufgrund der Corona-Pandemie waren vom Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zunächst auf den 31. Januar 2021 begrenzt worden. Mit dem Beschluss vom 21. Januar 2021 erfolgte nun die Verlängerung der Ausnahmeregelungen.

Verordnungen nach telefonischer Anamnese

Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel und Heilmittel dürfen weiterhin auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch die Ärztin oder den Arzt erfolgt ist. Die Verordnung kann dann postalisch an die Versicherte oder den Versicherten übermittelt werden. Die Abrechnung des Portos ist weiterhin über die Pseudo-GOP 81222 möglich.
Gleiches gilt weiterhin für Verordnungen von Krankentransporten und Krankenfahrten. Sie sind ebenso aufgrund telefonischer Anamnese möglich.

Verlängerung der Vorlagefrist für Verordnungen

Die Frist zur Vorlage von Verordnungen bei der Krankenkasse bleibt weiterhin für häusliche Krankenpflege, spezialisierte ambulante Palliativversorgung und Soziotherapie von 3 Tagen auf 10 Tage verlängert.

Erleichterte Vorgaben für Verordnungen

Heilmittel-Verordnungen bleiben auch dann gültig, wenn es zu einer Leistungsunterbrechung von mehr als 14 Tagen kommt. Darüber hinaus bleiben Ausnahmen für bestimmte Fristen bei Verordnungen im Bereich der häuslichen Krankenpflege bestehen: Folgeverordnungen müssen nicht in den letzten 3 Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums ausgestellt werden. Außerdem können Ärztinnen und Ärzte Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege für bis zu 14 Tage rückwirkend verordnen. Ebenfalls muss vorübergehend eine längerfristige Folgeverordnung von häuslicher Krankenpflege nicht begründet werden.

Behandlungen 

Diese können weiterhin auch per Video stattfinden, wenn dies aus therapeutischer Sicht möglich und die PatientInnen damit einverstanden ist. Diese Regelung gilt für eine Vielzahl von Heilmitteln, die von VertragsärztInnen verordnet werden können. Auch Soziotherapie und psychiatrische häusliche Krankenpflege können mit Einwilligung der PatientInnen per Video erbracht werden.

Der Beschluss tritt nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger mit Wirkung vom 1. Februar 2021 in Kraft.