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02.10.2020

Vergütung bei symptomatischen Personen neu geregelt

Corona

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.

Rachenabstriche zum Nachweis von COVID-19 bei symptomatischen Patienten werden seit dem 1. Oktober extra vergütet. Ärztinnen und Ärzte erhalten dann zusätzlich zur Versicherten- oder Grundpauschale acht Euro je Abstrich.

Bisher wurde die Abstrichentnahme bei symptomatischen Patientinnen und Patienten ausschließlich über die Versicherten-, Grund-, Konsiliar- und Notfallpauschalen vergütet. Ab heute können Praxen nun zusätzlich zu den Pauschalen die GOP 02402 abrechnen, die mit acht Euro bewertet ist. Die GOP 02402 für den Abstrich ist auch berechnungsfähig, wenn in dem Quartal keine Versicherten-, Grund-, Konsiliar- oder Notfallpauschale abgerechnet wird. In diesem Fall kann ein Zuschlag (neue GOP 02403) abgerechnet werden, der mit etwa sieben Euro bewertet ist. Insgesamt ergeben sich in diesen Fällen somit 15 Euro je Abstrich. Die Vergütung der Leistungen nach den GOP 02402 und 02403 erfolgt extrabudgetär.

Die neue Vergütungsregelung gilt für alle Corona-Tests, die über den EBM abgerechnet werden dürfen. Dies sind neben den Untersuchungen bei Personen mit Krankheitssymptomen auch Tests, die nach einer Warnung durch die Corona-Warn-App durchgeführt werden. In diesen Fällen kann die GOP 02402 mit Zusatzkennzeichen A (02402A) abgerechnet werden, auch wenn im Ergebnis des Gesprächs keine Testung auf das Vorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 erfolgt. Für jeden Patienten können nun bis zu vier Abstriche im Quartal pro Praxis gesondert abgerechnet werden.