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14.06.2021

COVID-19-Impfung wird nur für 12-17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen empfohlen

COVID-19-Schutzimpfung

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.


Die STIKO empfiehlt COVID-19-Impfungen nur für Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren, die aufgrund bestimmter Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben.

Seit dem 31. Mai ist der mRNA-Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer in Europa auch für Heranwachsende ab 12 Jahren zugelassen und kann nach der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) verabreicht werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut hat nun eine Impfempfehlung für COVID-19-Impfungen für Kinder und Jugendliche veröffentlicht. 

Die STIKO empfiehlt Impfungen mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer derzeit nicht für alle Kinder und Jugendlichen, sondern für diejenigen im Alter von 12 bis 17 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen, die mit einem anzunehmenden erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf einhergehen. Es sollen zwei Impfstoffdosen im Abstand von drei bis sechs Wochen geimpft werden.

Bei folgenden Vorerkrankungen empfiehlt die STIKO eine Impfung:

  • Adipositas (> 97. Perzentile des Body Mass Index (BMI))
  • angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
  • angeborene zyanotische Herzfehler (O2-Ruhesättigung < 80 %)
  • schwere Herzinsuffizienz
  • schwere pulmonale Hypertonie
  • chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion
  • chronische Niereninsuffizienz
  • chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
  • maligne Tumorerkrankungen
  • Trisomie 21
  • syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
  • Diabetes Mellitus (Ein erhöhtes Risiko besteht bei einem nicht gut eingestellten Diabetes mellitus mit HbA1c-Werten > 9,0 %)

Außerdem wird eine Impfung auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren empfohlen, „in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (z.B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie).“ 

Eine generelle Impfempfehlung für unter 18-Jährige ohne Vorerkrankungen gibt es derzeit nicht. Eine Impfung „ist aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen beziehungsweise der Sorgeberechtigten möglich“, heißt es in der Empfehlung der STIKO. 

Ein Grund für die eingeschränkte Impfempfehlung der STIKO ist unter anderem, dass es bisher zur Sicherheit der Impfung bei Kindern und Jugendlichen nur wenig Daten und Erfahrungen gibt. Außerdem ist der Krankheitsverlauf bei Kindern und Jugendlichen ohne Vorerkrankungen meist mild oder sogar asymptomatisch, sodass sehr schwere Erkrankungen sehr selten sind und Todesfälle nur vereinzelt auftraten. 

Das Robert Koch-Institut stellt ein Infoblatt zur Verfügung, welches Eltern bei der Entscheidung für oder gegen eine Impfung unterstützen soll. Dort sind beispielsweise häufige Fragen und Antworten zur COVID-19-Impfung zusammengestellt.