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08.10.2021

Bürgertestungen ab 11. Oktober nicht mehr für alle kostenlos

Corona-Pandemie

Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert.


Der Bund stellt das Angebot von generellen Bürgertests ein. Ab 11. Oktober haben nur noch bestimmte Personengruppen Anspruch auf einen kostenlosen PoC-Antigen-Schnelltest.

Zum 11. Oktober 2021 tritt die neue Coronavirus-Testverordnung (TestV) des Bundesministeriums für Gesundheit in Kraft. Damit entfällt das Angebot von generellen kostenlosen Bürgertests. Wer sich künftig ohne Krankheitssymptome testen lassen will, muss selber zahlen. Anspruch auf einen kostenlosen PoC-Antigen-Schnelltest haben dann nur noch bestimmte Personengruppen.

Diejenigen Personen, für die keine Möglichkeit besteht, einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, haben nach der geänderten Coronavirus-Testverordnung auch weiterhin die Möglichkeit, sich kostenlos mit einem Schnelltest testen zu lassen. Sie legen dazu ihren Personalausweis oder einen anderen amtlichen Lichtbildausweis sowie einen Nachweis für ihren Anspruch in der Teststelle vor. Asymptomatische Personen, die keinen Anspruch aus einem der in der Testverordnung genannten Gründen haben, müssen die Testkosten grundsätzlich selber tragen.

Personengruppen, die weiterhin Anspruch auf kostenlose Bürgertestung haben, sind:

  • Kinder, die zum Zeitpunkt der Testung noch keine zwölf Jahre alt sind oder erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind.
    • Nachweis: ggf. Identitätsnachweis des Kindes zum Altersnachweis, zum Beispiel Schülerausweis oder Kinderreisepass
  • Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können. Das gilt insbesondere: 
    • bei einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, da die Ständige Impfkommission (STIKO) für diesen Zeitraum bislang keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen hat
    • wenn wegen einer medizinischen Kontraindikation eine Impfung in den letzten drei Monaten vor der Testung nicht möglich war
    • Nachweis: Mutterpass beziehungsweise ärztliches Zeugnis
  • Personen, die sich wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 selbst in Quarantäne begeben mussten, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.
    • Nachweis: Zum Beispiel eine schriftliche Absonderungsanordnung des Gesundheitsamts oder ein positives PCR-Testergebnis, das maximal 21 Tage zurückliegt
  • Personen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben.
    • Nachweis: Teilnahme-Nachweis

Bitte beachten Sie: Bis Ende des Jahres können sich außerdem folgende Personen kostenfrei testen lassen:

  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung noch minderjährig sind sowie Schwangere. Zwar besteht für diese Personen seit August beziehungsweise September 2021 eine generelle Impfempfehlung der STIKO. Um diesen Personen ausreichend Zeit zu gewähren, sich über die Impfangebote zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, haben sie bis Ende des Jahres weiterhin einen Anspruch auf kostenlose Testung.
    • Nachweis: ggf. Identitätsnachweis des Kindes/Jugendlichen zum Altersnachweis beziehungsweise Mutterpass
  • Studierende aus dem Ausland, die sich für ein Studium in Deutschland aufhalten und mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurden.
    • Nachweis: Studienbescheinigung und Impfausweis

Der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung hat eine Seite mit Teststellen in Berlin zusammengestellt, die weiterhin Testungen durchführen. Weitere Informationen hier