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18.03.2021

Impfungen in Praxen müssen ab sofort flächendeckend beginnen

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Dörthe Arnold
Pressesprecherin / Leiterin Kommunikationsabteilung KV Berlin

KV Berlin begrüsst Wiederzulassung von AstraZeneca

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin begrüßt die heutige Wiederzulassung des Impfstoffs AstraZeneca durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA), fordert aber gleichzeitig eine umgehende flächendeckende Verimpfung von AstraZeneca in den Berliner Arztpraxen. Gerade mit Blick auf die derzeitige Verunsicherung der Bevölkerung hinsichtlich einzelner Nebenwirkungen sollte der britisch-schwedische Impfstoff dort verimpft werden, wo bereits ein Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten besteht und eine intensive Aufklärung stattfinden kann. 

„Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte kennen ihre Patienten, wissen um deren Krankheiten und können eine individuelle Impfberatung durchführen, auf deren Basis die Patienten eine Entscheidung treffen können“, heißt es von Seiten des Vorstands der KV Berlin. Nur in den Praxen könne es umfassende Rücksprachen zwischen Ärzten und impfwilligen Patienten geben und mögliche Vorbehalte der Patienten gegenüber Impfstoffen ausgeräumt werden. Genau hier spiele das ambulante System seine Stärken aus und könne das verlorengegangene Vertrauen in die aktuelle Impfstrategie wiederaufgebaut werden.

Vor diesem Hintergrund hat sich die KV Berlin gegenüber der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung wiederholt dafür eingesetzt, den Impfstoff AstraZeneca ab sofort konsequent in die Arztpraxen zu geben und hierfür mehr als die derzeit geringen Impfstoffmengen zur Verfügung zu stellen. Wegen dieser Begrenzung durch die Senatsverwaltung können in einer ersten Phase gerade einmal knapp 140 Arztpraxen beliefert werden. Mehr als 1600 Berliner Praxen haben sich jedoch bereits als Impfpraxen registrieren lassen und stehen für die Impfkampagne zur Verfügung.

„Unsere Mitglieder sind hochmotiviert und wollen endlich ihre Patienten in ihren Praxen impfen. Deshalb fordern wir eine zeitnahe flächendeckende Beauftragung der Vertragsarztpraxen durch den Berliner Senat und keine Erweiterung der Kapazitäten der Impfzentren, wie dies aktuell geplant ist.“ Das Thema Impfen sollte endlich dort ankommen, wo es seit Jahren und auch künftig hingehört: in die Arztpraxen.