KV-Blatt-Ausgaben aus dem Jahr 2012

KV-Blatt 12/2012

KV-Blatt 12/2012 Titelblatt Arbeit, Ärger, keine Wirkung. So reagierten FDP-Politiker bis zum Schluss auf das Thema Praxisgebühr. Sie abzuschaffen versprachen die Liberalen schon, als sie noch gar nicht in der Regierungsverantwortung waren. Aber auch dort setzten sie ihre Forderung immer wieder auf die Tagesordnung. Doch der Koalitionspartner CDU/CSU machte nicht mit. Nun fällt die Praxis gebühr doch - und das bereits zum Jahreswechsel. In der Auseinandersetzung um das Betreuungsgeld wurde die Kassengebühr zum politischen Faustpfand der FDP, wie Hauptstadtchronisten allenthalben konstatieren. Die Grünen- Abgeordnete Birgitt Bender sprach von einem "vergifteten Geschenk". Ärzteverbänden und Körperschaften wird das egal sein. Unverhohlen zollen sie der FDP für diesen politischen Coup Beifall.

KV-Blatt 11/2012

KV-Blatt 11/2012 Titelblatt Kriegen wir jetzt wirklich mehr Geld? Und wenn ja, wie viel? Diese Fragen bewegen in diesen Tagen viele niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten, die beim Honorarstreit zwischen KBV und Kassen mitgefiebert haben. Nicht wenige haben zu Trillerpfeife und selbstgebastelten Plakaten gegriffen, um vor den Krankenkassen zu protestieren. Doch hat es sich gelohnt? Laut KBV-Chef Andreas Köhler ist das finanzielle Plus von bis zu 1,27 Milliarden Euro im kommenden Jahr zwar ein "Honorarkompromiss". Aber wichtige Ziele, wie die Anhebung des Orientierungspunktwertes und die Durchsetzung fester Preise, stünden noch immer auf der Agenda der Berufsverbände, meint der Chef des NAV-Virchowbundes, Dirk Heinrich. Was steckt in der Entscheidung vom 9. Oktober wirklich?

KV-Blatt 10/2012

KV-Blatt 10/2012 Titelblatt Der Anstieg des Orientierungspunktwertes um 0,9 % im kommenden Jahr sorgt für Furore. Eigentlich sollten hier bereits Texte und Bilder zum Thema Praxisschließungen zu lesen und zu sehen sein. Doch die Empörung bei Ärzten und Psychotherapeuten über diesen Beschluss muss so groß gewesen sein, dass die Krankenkassen eingeknickt sind ? noch bevor es überhaupt zum ?Streik? gekommen ist. Wenige Stunden nach Bekanntwerden eines Urabstimmungsergebnisses unter fast allen großen Ärzteverbänden legten die Vertreter des Kassen-Spitzenverbandes am 14. September ein neues Angebot vor. Bis zum nächsten Gesprächstermin am 4. Oktober soll es keine Proteste mehr geben. Eine trügerische Ruhe, denn auch das weitere Angebot gefällt nicht. Der Chef des koordinierenden Ärzteverbandes, Dirk Heinrich, warnt: "Wir bleiben streikbereit"?

KV-Blatt 09/2012

KV-Blatt 09/2012 Titelblatt Weitgehend geräuschlos ist der Hausarztvertrag zwischen dem Berliner Hausärzteverband sowie AOK und IKK an den Start gegangen - der Zweitaufguss eines der wohl umstrittensten Hausarztverträge der Bundesrepublik vom März 2010. Dessen Akzeptanz scheiterte damals an einer meuternden Mitgliedschaft. Sein Inhalt wurde in einem 50-Punkte-Kritik-Papier regelrecht hingerichtet. Autor dieses Sündenregisters ist der jetzige Vorsitzende des Hausärzte-Landesverbandes, Wolfgang Kreischer. Dessen Vorgänger, Hans Peter Hoffert, hatte den Erstvertrag gegen den Willen der Mehrheit der Verbandsdelegierten unterschrieben. Es hagelte Proteste und Hoffert legte sein Amt nieder. Doch womöglich muss er jetzt rehabilitiert werden. Denn die nun von seinem Nachfolger Kreischer unterschriebene Version ist inhaltlich fast unverändert geblieben. 49 der 50 damals von Kreischer selbst kritisierten Vertragsvorschriften finden sich auch in der geänderten Fassung wieder, wie eine Analyse durch das KV-Blatt ergab.

KV-Blatt 08/2012 Titelblatt

KV-Blatt 08/2012 Titelblatt Die nächste EBM-Reform steht vor der Tür. Wie sie ausfällt, hängt wesentlich auch von den Berufsverbänden und den Kassenärztlichen Vereinigungen ab. Klar ist, dass Leistungspauschalen stärker differenziert werden sollen und es zusätzliche Einzelleistungen geben wird. Damit soll das Gebührenwerk der Kassenärzte fit gemacht werden für eine an der Morbiditätsentwicklung ausgerichtete Weiterentwicklung des Honorars. In der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin ist Vorstandsvize Uwe Kraffel für die Honorarpolitik zuständig. Sein Augenmerk richtet sich vor allem auf Pauschalen, die das Leistungsgeschehen zu undifferenziert abbilden. Mit ihm haben wir über einige der geplanten Änderungen am EBM gesprochen.

KV-Blatt 07/2012

KV-Blatt 07/2012 Titelblatt Krankenkassen geben sich gerne als die Saubermänner der Nation. Sie führen das Schwert gegen Abrechnungsbetrug und das große Wort gegen korrupte Ärzte. Wider die Korruption lautete das jüngste zur Aufführung gebrachte Stück. Es ging um die Selbsteinschätzung von Ärzten in Sachen Zuweisung gegen Entgelt. Abgründe tun sich da nach Lesart des GKV-Spitzenverbandes auf. Doch jetzt gibt es Hinweise, wonach es die Krankenkassen mit ihren eigenen moralischen Grundsätzen selbst nicht so genau nehmen. Hiervon und darüber, wie ein regionaler Kassenverband mit einer Erfolgsmeldung in Sachen Betrugsbekämpfung die Öffentlichkeit hinters Licht führte, handeln die nachstehenden Beiträge.

KV-Blatt 06/2012

KV-Blatt 06/2012 Titelblatt Auf dem 115. Deutschen Ärztetag in Nürnberg hat sich die Mehrheit der Delegierten für den Erhalt des dualen Finanzierungssystems der Krankenversicherung ausgesprochen. In der bereits am Jahresanfang groß angekündigten Debatte hatte das Bürgerversicherungskonzept der SPD erwartungsgemäß keine Chance. Allerdings verschob der Ärztetag die versprochene eigene Positionierung zur Zukunft der GKV auf das nächste Jahr. Deutliches Lob gab es vom Präsidenten der Bundesärztekammer für die unter dem Bundesgesundheitsminister Rösler und seinem Nachfolger Bahr (beide FDP) auf den Weg gebrachten Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen.

KV-Blatt 05/2012

KV-Blatt 05/2012 Titelblatt Sind überlastete Ärzte mit mäßigen Verdiensten anfällig für versteckte Formen der Korruption? Übersehen sie "häufig die Fallen der Korruption", wie es die Geschäftsführerin der Berliner Kaiserin-Friedrich-Stiftung, Gisela Albrecht, kürzlich formulierte? Im Rahmen des 41. Symposiums für Ärzte und Juristen der Stiftung brachte sie auf den Punkt, worüber immer wieder heftig gestritten wird: Die Zusammen arbeit mit der Pharmaindustrie, Kooperationsverträge mit Apotheken und naheliegenden Krankenhäusern, welche die Entscheidungsfreiheit von Ärzten einengen und darüber hinaus auch Gefahren der Korruption bergen. Das Titelthema fasst einige Aussagen des Symposiums von Ärzten und Juristen zusammen und wirft auch einen Blick in die kürzlich statt gefundene Anhörung des Bundestagsgesundheitsausschusses zum Thema "Korruption im Gesundheitswesen". Der Hintergrund ist ein Gesetzesantrag der SPD-Bundestagsfraktion, mit dem ein eigener Korruptionsstraftatbestand für niedergelassene Ärzte geschaffen werden soll.

KV-Blatt 04/2012

KV-Blatt 04/2012 Titelblatt Äußerlich ist es ein gewöhnlicher Kleintransporter, doch im Inneren befindet sich eine kleine Praxis: Das Arztmobil des katholischen Caritas-Verbandes fährt bereits seit 1995 durch Berlins Straßen, um Obdachlosen und anderen Bedürftigen eine medizinische Basisversorgung anzubieten. Eine "Praxis auf Rädern" kommt zu Menschen, die oft seit Jahren keine "normale" Arztpraxis von innen gesehen haben. Doch fehlende Finanzen, zu wenig Ärzte und steigende Patientenzahlen erschweren diese Arbeit. Längst nicht alle Patienten, die hier betreut werden, sind sozialversichert. Ohne Spenden und öffentliche Zuschüsse läuft deshalb kaum etwas. Doch der Senat als einer der Geldgeber erteilt strenge Auflagen, akzeptiert nur Ärzte, die über die KV abrechnen. "Alle finden es toll, doch keiner will es machen", sagt der Allgemeinmediziner Andreas Kärsten, der einzige "KV-Arzt", der sich einmal pro Woche für die Obdachlosenversorgung im Arztmobil engagiert. Die rollende Arztpraxis - an einigen Haltepunkten sind wir zugestiegen. Zum Beispiel an der Malteser Suppenküche in Alt-Lietzow nahe dem Charlottenburger Richard-Wagner-Platz.

KV-Blatt 03/2012

KV-Blatt 03/2012 Titelblatt Ende Januar feierte die "KV-Sprechstunde für Patienten" der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin ihren zehnten Geburtstag. Monat für Monat - immer am letzten Dienstag - gibt es Vorträge und vor allen Dingen Fragerunden zu großen Volkskrankheiten, seltenen Erkrankungen und auch zu Tabuthemen. Besucher kommen manchmal von weit her und Referenten haben meist einen anstrengenden Sprechstundentag hinter sich, bevor sie sich abends den Teilnehmerfragen stellen. Ärztliche Profession auf dem Präsentierteller? Die KV-Patientensprechstunde hat sich unter ihresgleichen zu einer der erfolgreichsten Veranstaltungsreihen entwickelt.

KV-Blatt 02/2012

KV-Blatt 02/2012 Titelblatt "Die GKV-Finanzierungsdebatte muss geführt werden", verkündete der neue Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, Anfang Januar in Berlin. Nichts anderes forderten die Delegierten der letzten fünfzehn Ärztetage. Mindestens zwei Gesundheitsministerinnen trieben sie damit an den Rand der Verzweiflung. Und 2008 fand dieses Thema Eingang in das sogenannte "Ulmer Papier" der Bundesärztekammer. Dennoch - zu einer eigenen Positionierung konnten sich die Delegierten damals nicht durchringen. Jetzt aber scheint die Zeit reif zu sein, glaubt Montgomery und kündigte an: Der nächste Ärztetag in Nürnberg wird ganz im Zeichen einer Konzeptdiskussion zur künftigen GKV-Finanzierung stehen.

KV-Blatt 01/2012

KV-Blatt 01/2012 Titelblatt Mario Czaja, der neue Gesundheitssenator in Berlin - mit ihm konnte die CDU Wahlkreise gewinnen, doch kann sie auch in der Gesundheitspolitik punkten? Dieses Politikfeld gilt in der deutschen Hauptstadt als stark vermint - und so manche Vorgängerin im Amt, auch aus seiner eigenen Partei, galt als glücklos.
button_drucken
Copyright © Kassenärztliche Vereinigung Berlin