KV-Blatt-Ausgaben aus dem Jahr 2009

KV-Blatt 12/2009

KV-Blatt 12/09 Titelblatt Das Forschungsprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung (KV Berlin) "Jüdische Kollegen von 1933 bis 1945" hat mit der Veröffentlichung der Institutionengeschichte der KV-Vorläuferin und eines Gedenkbuches mit 2.018 Biografien seinen vorläufigen Abschluss gefunden. KV-Vorsitzende Angelika Prehn konnte rund 200 Personen aus Berlin und dem Bundesgebiet bei der KV-Abschlussveranstaltung am 3. November in Berlin begrüßen. Darunter waren auch Repräsentanten des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Jüdischen Gemeinde in Berlin sowie die beiden Autorinnen der Forschungsarbeit.

KV-Blatt 11/2009

KV-Blatt 11/09 Titelblatt In Deutschland wurde Ende Oktober 2009 der Startschuss für eine riesige Schweinegrippe- Impfaktion gegeben. 50 Millionen Impfdosen gegen das A/H1N1-Virus sollen republikweit verimpft werden. Ein notwendiger Schritt, um Schlimmeres zu verhindern, behaupten Virologen und Politiker. Panikmache, erwidern die Gegner dieser Aktion und bezweifeln die Unabhängigkeit der Entscheidungsträger in der WHO und bei der Ständigen Impfkommission. Die Verunsicherung ist groß. Bei potenziellen Impfkandidaten sowieso, aber auch bei Ärzten, die ihre Patienten vom Nutzen präventiver Leistungen überzeugen sollen. Hinzu kommt in Berlin ein Streit ums Geld. Die Vertreterversammlung der KV Berlin verweigerte Verträge unter 7,10 Euro für die Erstimpfung. Doch der rot-rote Senat wollte die Preise drücken - und hatte sich daraufhin den Hausärzteverband als Verhandlungspartner ausgesucht. Genutzt hat es ihm aber auch nichts. Eine Impfaktion wird zum Poker um Macht und Geld.

KV-Blatt 10/2009

KV-Blatt 10/09 Titelblatt Rund 18 % mehr Honorar als im Vorjahres- quartal stehen den Berliner Ärzten und Psychotherapeuten für das erste Quartal 2009 zur Verfügung. Die Bundeshauptstadt liegt beim Honorarzuwachs im bundesweiten Spitzenfeld. Mitte September konnte der KV-Vorstand den Mitgliedern der Vertreterversammlung eine weitere Überraschung präsentieren. Die Zahl der "Gewinner" ist sehr viel höher als die der "Verlierer". Über alle Fachgruppen hinweg konnten über 40 % aller Ärzte und Psychotherapeuten einen Zuwachs von mehr als 25 % gegenüber dem Vorjahresquartal erzielen. Weitere 30 % befinden sich ebenfalls in der "Gewinnzone".

KV-Blatt 09/2009

KV-Blatt 9/09 Titelblatt Gesundheitsfonds, Honorarreform, Konkurrenz aus dem stationären Bereich... im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes gab es viele Reizworte, die Verunsicherung und Wut bei der Ärzteschaft ausgelöst haben. Verraten und verkauft habe man ihre Interessen - und die Zukunft der medizinischen Versorgung sowieso. Im eigenen System gab es offene Schlachten um Geld und Macht. Und gegenüber der Politik? Heftige Vorwürfe wegen eines zunehmenden Staatseinflusses auf die medizinische Versorgung. In den Regierungsparteien und im Bundesgesundheitsministerium säßen die Drahtzieher einer Politik, die letztlich nur in der Rationierung enden werde. Und auch mit der Freiberuflichkeit ginge es immer mehr bergab. Doch bei verbalen Beschimpfungen blieb es nicht.

KV-Blatt 08/2009

kvblatt_0908 Das Mammografie-Screening - eines der wohl größten Reihenuntersuchungsprogramme in der Bundesrepublik - etabliert sich zusehends. Rund sieben Jahre nach der gesetzlichen Einführung des Mammografie-Screenings haben mittlerweile alle 94 Screening-Einheiten in Deutschland ihre Arbeit aufgenommen. In vielen Gebieten hat bereits die zweite 'Einladungsrunde' zur Mammografie für Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr begonnen, auch in Berlin. Unter Frauen, die bereits einmal an einem Mammografie-Screening teilgenommen haben, gibt es eine außerordentlich hohe Akzeptanz der Reihenuntersuchung.

KV-Blatt 07/2009

kvblatt_0907 Nach dem Deutschen Ärztetag in Mainz gab es erkennbar viele Bemühungen, eine General- debatte über die medizinische Versorgung in Deutschland zu verhindern. Kein Wunder. Der Bundestagswahlkampf hat begonnen. Reizworte, wie Rationierung und Priorisierung, wirken jetzt wie Gift. Und von einer 'Entwicklung hin zur Staatsmedizin', wie sie Ärzteverbände monie- ren, wollen Regierungspolitiker und Wahlkampfstrategen ohnehin nichts wissen. Doch die Hoffnung der Regierungs- parteien, im Bundestagswahlkampf Ruhe vor den Ärzten zu haben, scheint sich nicht zu erfüllen.

KV-Blatt 06/2009

kvblatt_0906 Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will im Bundestagswahlkampf offenbar alle Register ziehen, um die Politik von der Notwendigkeit der Rückkehr zum ungeteilten Sicherstellungsauftrag zu "überzeugen". Die Vertreterversammlung hat am 18. Mai in Mainz ein Strategiepapier verabschiedet, das sich u. a. mit der Freiberuflichkeit, einer Wettbewerbs- ordnung sowie einer Neuordnung der Versorgungsebenen befasst. Im Juli sollen dazu auch sogenannte "Wahlprüfsteine" als Entscheidungshilfen für Ärzte veröffentlicht werden. Die Wartezimmer sollen allerdings nicht politisiert werden, wie KBV-Vorstandschef Andreas Köhler sagte.

KV-Blatt 05/2009

kvblatt_0905 "Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit" vom 27. bis 29. Mai in Berlin. Die Veranstalter setzen im "Superwahljahr" 2009 offenbar auf ein Schaulaufen von Politikern. Gleich drei Bundes- minister sowie gesundheitspolitische Experten der Bundestagsfraktionen und verschiedene Landesminister haben ihr Kommen zugesagt. Angeführt wird die Politik-Prominenz von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg (CSU), Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) sowie dem SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering.

KV-Blatt 04/2009

kvblatt_0904 Auf die niedergelassenen Ärzte in Berlin rollt eine immense Prüfwelle zu. Im letzten halben Jahr haben Krankenkassen nicht weniger als 100.000 Abrechnungsfälle beanstandet und zwecks Honorarkürzung an die Kassenärztliche Vereinigung geschickt. Und das scheint erst der Anfang zu sein. die beanstandeten Fälle stammen überwiegend aus den Jahren 2005 bis 2007, das vergangene Jahr ist also noch gar nicht berücksich- tigt. Gemessen an den über 60 Millionen Abrechnungsfällen dieser Jahre ist die Zahl der Beanstandungen sehr klein. Doch der KV bescheren sie eine Menge Bürokratie, denn geprüft wird individuell.

KV-Blatt 03/2009

kvblatt_0903 Seit 1. März können sich Berliner Ärzte sowie Versicherte der KKH in ein interdisziplinäres Versorgungsprojekt "Unterer unspezifischer Rückenschmerz" einschreiben. Dabei handelt es sich um einen Vertrag zwischen der Kassen- ärztlichen Vereinigung (KV) Berlin und der KKH. Dieser Vertrag basiert auf einem in mehrjäh- riger Vorarbeit von der KV Berlin entwickelten Projekt, in dem Patienten mit unterem unspezifischem Rückenschmerz von Beginn an durch ein ausgeklügeltes Diagnose- und Behandlungssystem geleitet werden sollen. Dabei arbeiten Haus- und Fachärzte, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten Hand in Hand. Eingebunden wird zudem (über einen speziellen Vertrag) auch der stationäre Sektor. Bundesweit ist dieses Vorhaben bislang ohne Beispiel.

KV-Blatt 02/2009

kvblatt_0902 Mehr Honorar wurde uns versprochen, doch wo bleibt das Geld? Immer und immer wieder wurden die Mitarbeiter/-innen des KV-Service-Center in den letzten Wochen mit dieser Frage konfrontiert. Seit die Bescheide über die Regelleistungsvolumen (RLV) in den Arztpraxen angekommen sind, hagelt es Kritik. So mancher Anrufer wähnt sich in seiner freiberuflichen Existenz gefährdet, weil er nun 'viel weniger als vorher' hat. Widersprüche gegen die Bescheide gingen bei der KV Berlin über Tage hinweg waschkörbeweise ein.

KV-Blatt 01/2009

kvblatt_0901 Im Dezember wurden die Regelleistungs- volumina für die niedergelassenen Berliner Ärzte und Psychotherapeuten bekannt gegeben. Erwartungsgemäß haben die Nachrichten aus der KV-Zentrale sehr unterschiedliche Reak- tionen bei ihren Empfängern hervorgerufen. Ein Teil der Anrufer ging davon aus, dass die Summe ihres Regelleistungsvolumens das ausschließlich zu erwartende Honorar im neuen Quartal darstellt.
button_drucken
Copyright © Kassenärztliche Vereinigung Berlin