20 Jahre Berliner Projekt: Ein Leitbild für die Sicherung der medizinischen Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen

Gemeinsame Pressemitteilung der Vertragspartner des Berliner Projekts

Berlin, 29.06.2018.Gesundheitssenatorin Dilek Kolat nahm die Festveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum des Berliner Projektes am 28. Juni 2018 zum Anlass, den am Projekt teilnehmenden Pflegeeinrichtungen, Ärzten und Pflegenden für ihr Engagement zu danken. „Die Senatsverwaltung unterstützt das mehrfach ausgezeichnete Berliner Projekt, weil es die gemeinsame Arbeit der unterschiedlichen Professionen im multiprofessionellen Team fördert und die Qualität der medizinischen Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen optimiert. Das Berliner Projekt stand bereits Pate für vielfältige gesetzgeberische Aktivitäten und ist geeignet, die Attraktivität des Pflegeberufes in stationären Pflegeeinrichtungen zu steigern“, so Senatorin Kolat.

Zum 1. Januar 2019 soll das Sofortprogramm der Bundesregierung für eine bessere Personalausstattung und bessere Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege in Kraft treten. Ein Ziel ist u.a., die Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtungen und Ärzten zu optimieren. Die Projektpartner des Berliner Projektes fühlen sich damit in ihrer Arbeit erneut bestätigt.

Das Berliner Projekt integriert die ärztliche, pflegerische und therapeutische Versorgung in 27 stationären Pflegeeinrichtungen. Die Besonderheit der Versorgung besteht darin, dass angestellte bzw. kooperierende niedergelassene Ärzte mit festen Vereinbarungen sowie Pflegekräfte und Therapeuten Hand in Hand arbeiten. Damit werden die einzelnen Schritte des Betreuungs- und Pflegeprozesses aufeinander abgestimmt. Die am Projekt beteiligten Ärzte bieten eine wöchentliche Visite an und sind im Bedarfsfall rund um die Uhr erreichbar. Durch diese Präsenz wird ein unmittelbarer Therapiebeginn vor Ort ermöglicht. Krankenhauseinweisungen und Krankenfahrten für den Bewohner sollen verringert werden, um diesen körperlich, psychisch und finanziell zu entlasten. Dadurch kann die Lebensqualität der rund 1500 eingeschriebenen Versicherten erhöht werden. Ein weiterer Effekt ist die Reduzierung der Gesundheitsausgaben. Die Zahl der Krankenhausaufenthalte für Bewohner in Projekteinrichtungen ist rund 20 Prozent geringer als bei nicht in das Projekt eingebundenen Bewohnern in anderen Einrichtungen. Durch ein Mehr an Strukturqualität zur verbesserten ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Betreuung entwickelte die „Pflege mit dem Plus“ bundesweit Signalwirkung und sorgte dafür, dass im Berliner Projekt modellhaft angewandte Versorgungsansätze mittlerweile in die Regelversorgung übernommen werden konnten.

„Mit der Jubiläumsveranstaltung möchten wir nicht nur die Erfolge des Berliner Projektes, sondern auch die aufopfernde Arbeit der Pflegekräfte, der Therapeuten und Ärzte in unseren Projekteinrichtungen würdigen. Es freut uns, dass die erreichten Fortschritte im Berliner Projekt ein Vorbild für die bundesweite Gestaltung der medizinischen Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen sind. Dies gilt es auch zukünftig weiter auszubauen, z.B. indem sich neben der AOK Nordost, der IKK BB, der SBK und der BAHN BKK weitere Krankenkassen dem Berliner Projekt anschließen“, sagte Detlef Albrecht, Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Berliner Projektes.

Ansprechpartner:

Frau Antonia Rode
Berliner Krankenhausgesellschaft e.V.
Telefon: 030/330996-0
E-Mail: rode@bkgev.de

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 29.06.2018

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