Vertreterversammlung fordert vollständige Übernahme aller Kosten

Resolution zur TI-Finanzierung verabschiedet

Berlin, 26.03.2018. Vor dem Hintergrund der aktuellen Schwierigkeiten beim Anschluss der Praxen an die Telematikinfrastruktur – nicht zuletzt mit Blick auf erhebliche Verzögerungen in der Bereitstellung der technischen Voraussetzungen von Seiten der Anbieter – fordert die Vertreterversammlung (VV) der KV Berlin eine vollständige Übernahme aller Kosten für den Anschluss der Praxen an die Telematikinfrastruktur durch die Krankenkassen. Hierzu haben die VV-Mitglieder einstimmig eine Resolution verabschiedet.

„Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin unterstützt nachdrücklich ihren Vorstand und den Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in ihrer Forderung nach einer vollständigen Übernahme aller Kosten, die den Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten durch den Anschluss ihrer Praxen an die Telematikinfrastruktur entstehen, durch die gesetzlichen Krankenkassen“, heißt es. Es sei nicht hinnehmbar, dass das derzeitige Marktgeschehen durch einen einzigen Anbieter bestimmt werde. Die Praxisausfallsentschädigung von 900 Euro stehe den Praxisinhabern zu, werde „aber von der Industrie vereinnahmt“. Mit Blick auf die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) geplanten zeitnahen Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband fordert die VV der KV Berlin die KBV auf, in den Gesprächen eine Fortschreibung der mit dem Bundesschiedsamt ausgehandelten Erstattungspauschalen auf dem Niveau des ersten Quartals 2018 zu verlangen. Es könne nicht sein, dass ein erheblicher Teil der Kosten von den Praxen getragen werden müsse, obwohl gesetzlich eine vollständige Kostenübernahme durch die Krankenkassen vorgesehen ist. Desweiteren sollte der Termin, ab dem die Sanktion der einprozentigen Honorarkürzung greift, erneut verschoben werden.

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(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 26.03.2018

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