Kritik an Terminservicestelle der KV Berlin

KV-Vize Ruppert: Alle berechtigten Vermittlungswünsche werden fristgerecht bearbeitet

Berlin, 04.01.2018. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin hat seit Einführung der Terminservicestellen im Januar 2016 den gesetzlichen Auftrag zur Vermittlung von Facharztterminen gesetzeskonform umgesetzt. Alle berechtigten Vermittlungswünsche der Berliner Patienten an Facharztpraxen werden fristgerecht bearbeitet. "Im Jahr 2017 hatte die Terminservicestelle der KV Berlin rund 25.000 Kontakte. Von diesen waren 10.540 berechtigte Vermittlungswünsche, die zu 100 Prozent vermittelt werden konnten. Insgesamt handelte es sich um 5.290 Facharzttermine und 5.250 Termine zu psychotherapeutischen Leistungen", so Dr. Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorsitzender der KV Berlin. Aus den genannten Zahlen lasse sich ablesen, dass die Berliner Terminservicestelle von den Patienten in einem beträchtlichen Umfang beansprucht wird.

Es müsse an dieser Stelle allerdings auch klargestellt werden, dass mehr als die Hälfte der Anrufer laut Vorgaben des Gesetzgebers keinen berechtigten Anspruch auf die Vermittlung eines Facharzttermins hat. "Unsere Mitarbeiter müssen zum Beispiel viele Patienten darauf hinweisen, dass diesen zur Vermittlung eines Facharzttermins der Überweisungsschein des Hausarztes fehlt", so Ruppert, der vor diesem Hintergrund darauf verweist, dass die nicht berechtigte Inanspruchnahme der Termineservicestelle dazu führen könne, dass zu Spitzenzeiten alle Leitungen besetzt sind oder die Verbindung in der Warteschleife auf Grund des hohen Anrufaufkommens auch mal abreißen kann. "Im Einzelfall kann es zu Einschränkungen in der Erreichbarkeit kommen, allerdings sollte daraus nicht gleich geschlossen werden, dass die Termineservicestelle der KV Berlin insgesamt schlecht erreichbar ist", bezieht sich Ruppert auf die aktuelle Kritik der Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Ingrid Fischbach.

Die KV Berlin hat ihre Erreichbarkeit zum 1. November 2017 von fünf auf sechs Stunden täglich erhöht. Zudem wurde die Erreichbarkeit durch eine Erweiterung der Telefonanlage durch zusätzliche Funktionen verbessert. Hierauf hat die KV Berlin in ihrer schriftlichen Antwort an die Patientenbeauftragte hingewiesen. Die KV Berlin wird darüber hinaus weiteren Änderungsbedarf zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Termineservicestelle prüfen und auf dieser Grundlage gegebenenfalls weitere Änderungen zur Verbesserung der telefonischen Erreichbarkeit einleiten.

"Wir teilen keineswegs die Auffassung der Patientenbeauftragten, auf Grund einer nicht repräsentativen Stichprobe Rückschlüsse auf eine aus unserer Sicht erfolgreiche Arbeit der KV Berlin zu ziehen. Wir hätten uns gefreut, wenn rechtzeitig vor der Veröffentlichung der Ergebnisse Kontakt mit uns aufgenommen worden wäre. Wir gehen davon aus, dass es nachvollziehbare Erklärungen für die erlebte Testsituation am Telefon gibt", so Ruppert. Vor diesem Hintergrund appelliert der KV-Vize an die Krankenkassen, durch eine gezielte Information gegenüber den Patienten dazu beizutragen, die Erreichbarkeit der Termineservicestelle für berechtigte Vermittlungsanliegen nachhaltig zu verbessern.

Ein Foto von Herrn Dr. Burkhard Ruppert finden Sie hier.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 04.01.2018

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