Praxis-Panel des KV-Zentralinstituts leistet wertvolle Unterstützung für Ärzte

KV-Vorsitzende betont Wichtigkeit des Zi-PP

Berlin, 15. August 2013. Anlässlich der aktuellen Debatte in der Ärzteschaft um den Nutzen des Praxis-Panels unterstreicht die Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin die Wichtigkeit dieser speziellen Datenerhebung. Dr. Angelika Prehn: “Dank des Praxis-Panels hat die ärztliche Selbstverwaltung für die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen ein wichtiges Instrument an der Hand.”

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung – kurz ZI – untersucht mittels Befragung bundesweit und regional die Kosten- und Versorgungsstrukturen in den Praxen niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten. Ein System, das der angemessenen Weiterentwicklung der Vergütung dienen soll und ohne Beteiligung der Vertragsärzteschaft und der Vertragspsychotherapeuten nicht funktioniert: „Die breite Beteiligung der angeschriebenen Praxen ist das A und O für eine aussagekräftige Datenbasis des Instituts. Mitmachen statt sich Verweigern heißt also die Devise!“

Der Berufsverband der Internisten (BDI) hatte jüngst das Zi-Praxis-Panel (Zi-PP) kritisiert, weil er seine Fachgruppe durch den neuen EBM ab Oktober benachteiligt fühlt und das dem Zahlenmaterial des ZI anlastet. Ein Argument, dass sich der KV-Vorsitzenden in Berlin nicht erschließt: „Für den neuen EBM wurden diese Daten gar nicht benötigt. Anders als bei den Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen: Dafür stellt das Zi-PP die einzige repräsentative Datenerhebung für den ambulanten Bereich der Vertragsärzte und –psychotherapeuten dar.“ Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die von den Krankenkassen bei den Verhandlungen als Datengrundlage herangezogen würden, gäben die Realität nicht ausreichend wieder, weil Überschüsse aus privatärztlicher und GKV-Tätigkeit zusammengerechnet würden. Die Daten des ZI belegten aber, dass die ambulante Behandlung von GKV-Patienten immer noch durch Einnahmen aus privatärztlicher Tätigkeit subventioniert werde. „Um eine relative Gerechtigkeit zu erreichen, ist es deshalb so wichtig, dass alle Fachgruppen bei der Zi-Befragung einbezogen werden und keine ausschert.“

Prehn appelliert daher abschließend an die Ärzte und Psychotherapeuten, die im Rahmen der gerade laufenden vierten Zi-Befragung angeschrieben worden sind, sich nicht verunsichern zu lassen, sondern mit ihrer Beteiligung einen wichtigen Beitrag zum Praxis-Panel der Kassenärztlichen Vereinigungen zu leisten.


Mehr zum Thema unter https://zi-pp.de


Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin ist die Dachorganisation der rund 8.900 ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten in Berlin. Sie sorgt unter anderem dafür, dass die ambulante medizinische Versorgung von gesetzlich krankenversicherten Patienten auf hohem Qualitätsniveau stattfindet und dass diese den Arzt ihrer Wahl aufsuchen können, egal in welcher Krankenkasse sie versichert sind.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 15.08.2013

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