Pressemitteilung vom 18.04.2013:
Bereinigung: Senatsgesundheitsverwaltung bestätigt korrektes Handeln der KV Berlin

Zum Artikel "Bereinigung: Gelbe Karte für KV Berlin" in der Ärzte Zeitung vom 18.4.2013

Berlin, 18.04.2013. Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin stellte anlässlich der Berichterstattung in der Ärzte Zeitung vom 18. April 2013 unter dem Titel ,Bereinigung: Gelbe Karte für KV Berlin‘ fest: 

„Der Artikel über die Bereinigungspolitik beim Hausarztvertrag mit der AOK Nordost und der IKK Brandenburg behauptet, die Senatsverwaltung für Gesundheit habe die KV Berlin zu größerem Pflichtbewusstsein in der Angelegenheit ermahnt und die diesbezügliche Bereinigungspolitik der KV Berlin kritisiert. Das ist nicht der Fall: Die Senatsverwaltung hat im Gegenteil festgestellt, dass das Vorgehen der KV Berlin korrekt und nicht zu beanstanden ist. Aus dem Schreiben der Aufsichtsbehörde ergibt sich keine Notwendigkeit, die Bereinigung für das 4. Quartal 2012 oder spätere Quartale zu ändern.“ Damit sei der Vorstoß von Dr. Wolfgang Kreischer, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Berlin und Brandenburg e.V. (BDA), gescheitert, betonte der KV-Vorstand. 

Eine Anfrage an die KV Berlin nach ihrer Position zu den erhobenen Vorwürfen sei seitens der Ärzte Zeitung nicht eingegangen, kritisierte der Vorstand der KV Berlin die einseitige und sachlich falsche Berichterstattung des Blattes. Denn nicht nur sei Dr. Wolfgang Kreischer als einzige Quelle des Artikels zu Wort gekommen. Es werde in dem Beitrag auch behauptet, die KV Berlin müsse bei ihrer Bereinigungspolitik beim oben genannten Hausarztvertrag „zurückrudern“. 


Hintergrund für die Redaktionen:
Durch die Teilnahme am Hausarztvertrag (HzV) verpflichten sich die Versicherten, nur noch zu bestimmten Ärzten zu gehen. Die von den Krankenkassen für alle Versicherten an die KV zu erstattende pauschale Vergütung wird um den Betrag verringert, den die teilnehmenden Versicherten dann im Hausarztvertrag in Anspruch nehmen sollen. 
Diese Honorarkürzung wird nach strengen, auf der Bundesebene vereinbarten Regelungen vom Honorar der am Hausarztvertrag teilnehmenden Ärzte abgezogen. Mit den am Vertrag teilnehmenden Kassen wurden für die bei ihnen Versicherten seitens des Hausärzteverbandes Berlin und Brandenburg e.V. (BDA) unterschiedliche Vergütungen vereinbart. Der Abzug von der pauschalierten Gesamtvergütung durch die Krankenkassen kann höher sein als die Zahlungen der Kassen im Hausarztvertrag. Das Honorar der teilnehmenden Praxis kann sich verringern, wenn die Abzüge nicht durch Erlöse aus den Zusatzverträgen ausgeglichen werden.

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Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin ist die Dachorganisation der rund 8.900 ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten in Berlin. Sie sorgt unter anderem dafür, dass die ambulante medizinische Versorgung von gesetzlich krankenversicherten Patienten auf hohem Qualitätsniveau stattfindet und dass diese den Arzt ihrer Wahl aufsuchen können, egal in welcher Krankenkasse sie versichert sind.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 18.04.2013

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