Pressemitteilung vom 04.01.2013:
KV Berlin kritisiert die pauschale Diffamierung von freiberuflichen Ärzten:

Debatte um Ärztekorruption - "Nur wenige schwarze Schafe"

Berlin, 04.01.2013. Die in den letzten Tagen geführte Diskussion um die strafrechtliche Ahndung von Korruption in der ambulanten Versorgung vermittelt den Anschein, es handele sich um ein ausgewiesen häufiges Problem. Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin weist diesen Eindruck entschieden zurück.


„Ich gehe davon aus, dass der Großteil der Kolleginnen und Kollegen ehrlich arbeitet“, so die Vorstandsvorsitzende Dr. Angelika Prehn.
Durch den scharfen Ton der derzeit herrschenden Debatte sowie insbesondere die pauschalen Formulierungen werde leider der ganze Berufsstand in Misskredit gebracht. Dabei sind noch keine konkreten Zahlen zum Ausmaß des angeblichen Problems vorgelegt worden. Die KV Berlin geht aber davon aus, dass es sich um „wenige schwarze Schafe“ handelt, wie es sie in jeder Berufsgruppe gibt.


Deren Fehlverhalten wurde und wird auch weiterhin bekämpft werden, wie der Vorstand bereits im Juni 2012 erklärte. In der Stellungnahme zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Freiberuflichkeit von Niedergelassenen forderte der Vorstand klare gesetzliche Rahmenbedingungen, um sinnvolle Kooperationen im Gesundheitswesen zu Bestechlichkeit abzugrenzen.

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Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin ist die Dachorganisation der rund 8.900 ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten in Berlin. Sie sorgt unter anderem dafür, dass die ambulante medizinische Versorgung von gesetzlich krankenversicherten Patienten auf hohem Qualitätsniveau stattfindet und dass diese den Arzt ihrer Wahl aufsuchen können, egal in welcher Krankenkasse sie versichert sind.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 04.01.2013

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