Elektronische Gesundheitskarte seit dem
1. Januar 2016

KV Berlin sichert die medizinische Versorgung Asylsuchender

Berlin, 03.01.2016. Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) wird seit dem 1. Januar 2016 auch an Asylsuchende mit weniger als 15 Monaten Aufenthaltsdauer ausgegeben. Die Asylsuchenden erhalten bei ihrer Registrierung statt des bisher üblichen „Grünen Scheins“ zunächst eine Anmeldebescheinigung zu einer der teilnehmenden Krankenkassen. Diese gilt als papiergebundener Behandlungsausweis und wird später durch eine elektronische Gesundheitskarte ersetzt. Anders als der „Grüne Schein“ gilt die Chipkarte über den Ablauf eines Quartals hinaus.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin sorgt mit ihren niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten nun auch dafür, dass die ambulante medizinische Versorgung in der Stadt nicht nur für die gesetzlich versicherten Berliner reibungslos funktioniert, wie es ihrem gesetzlichen Auftrag entspricht. Die Niedergelassenen stehen zu ihrer sozialen und ärztlichen Pflicht und übernehmen zusätzlich auch Verantwortung für die Behandlung Asylbegehrender.

Allein im Jahr 2015 wurden mehr als 78.100 Asylsuchende in Berlin aufgenommen. Viele von ihnen müssen ärztlich versorgt werden. Die KV Berlin und die mehr als 9.000 ambulant in Berlin tätigen Ärzte und Psychotherapeuten bilden mit ihrem engmaschigen Netzwerk die einzig gangbare Lösung für eine zuverlässige medizinische Versorgung in einer wachsenden Stadt, bei der mit gleichbleibenden Ressourcen immer mehr Menschen versorgt werden müssen.

Von der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Asylsuchende mit weniger als 15 Monaten Aufenthaltsdauer, auf die sich die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und mehrere Krankenkassen verständigt hatten, verspricht sich das Land Berlin einen deutlichen Bürokratieabbau, der auch bei den niedergelassenen Medizinern und Psychotherapeuten ankommen soll. Die Daten auf der neuen eGK können mit den Praxisverwaltungssystemen verarbeitet werden und die Abrechnung der medizinischen Leistungen erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin.

 

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin ist die Dachorganisation der mehr als 9.000 ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten in Berlin. Sie sorgt unter anderem dafür, dass die ambulante medizinische Versorgung von gesetzlich krankenversicherten Patienten auf hohem Qualitätsniveau stattfindet und dass diese den Arzt ihrer Wahl aufsuchen können, egal in welcher Krankenkasse sie versichert sind.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 03.01.2016

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