Ganz "nah dran": Berliner gehen zu Fuß zum Arzt oder nehmen Bus und Bahn - in spätestens 30 Minuten sind sie in der Praxis

Terminservicestelle der KV Berlin überzeugt durch Qualität

Berlin, 30.08.2017. 55 Prozent der Berliner Versicherten legen den Weg zum Arzt zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Mehr als die Hälfte also. Bundesweit ist es nur ein Drittel der Versicherten. Dieses lokale Ergebnis ist sicher zum einen der guten Infrastruktur in der Hauptstadt geschuldet. Zum anderen dürfte sich daraus aber auch ableiten lassen, dass viele Ärzte in Berlin ihre Praxis "um die Ecke" ihrer Patienten haben. Diese suchen eine Praxis in fußläufiger Nähe des Zuhauses auf oder entlang ihrer täglichen Wege, beispielsweise zur Arbeitsstelle. Allein 29 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Berlin (im Bundesdurchschnitt: 20) erreichen ihren Arzt "per pedes".
Dies ergibt die regionale Auswertung der diesjährigen repräsentativen Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die heute in Berlin vorgestellt wurde.1

Jeder vierte Berliner nimmt öffentliche Verkehrsmittel zum Arzt
Offensichtlich ist die gute Anbindung an den Arzt mit U- oder S-Bahn, Bus oder Tram: 26 Prozent der Berliner Patienten nehmen die öffentlichen Verkehrsmittel für den Weg zur Praxis, bundesweit sind es nur 9 Prozent. Nur ein Drittel (32 Prozent) der Berliner fährt mit dem Auto zum Arzt, ein Drittel weniger als im Bundesvergleich (61 Prozent). Deutlich wird: Berlin als einen Planbezirk zu betrachten, wenn es um Ärzteverteilung geht und wie es gemäß Bedarfsplanungsrichtlinie auch gehandhabt wird, macht Sinn. Öffentliche Debatten einzelner Interessensgruppen über eine kleinräumigere Bedarfsplanung für Berlin, zum Beispiel auf Bezirksebene bezogen, gehen aus verschiedenen Gründen an der Sinnhaftigkeit und Realität vorbei – auch deshalb, weil die Ärzte schon jetzt räumlich nahe an ihren Patienten dran sind bzw. diese ihn in zumutbarer Zeit erreichen:

Arzt in der Hauptstadt schnell erreichbar
90 Prozent der Berliner Patienten sind innerhalb einer halben Stunde in der Arztpraxis. Immerhin fast die Hälfte (45 Prozent) braucht sogar nur fünf bis zehn Minuten dorthin. Beide Angaben entsprechen etwa dem Bundestrend. Zentraler Punkt dabei: diese Zeit zum Haus- oder Facharzt kann als "zumutbar" gewertet werden. Die "Zumutbarkeit" der  Erreichbarkeit eines Arztes wird z. B. hinsichtlich der Entfernung zum Facharzt im so genannten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz von 2015 festgeschrieben.

Dieses Gesetz geht näher auf die Regelungen zur Terminservicestelle (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigungen ein, die diese seit 2016 zur Vermittlung von Facharztterminen vorhalten müssen. Bis auf wenige Ausnahmen muss für die Inanspruchnahme eine Dringlichkeit des überweisenden Arztes vorhanden sein. Seit April dieses Jahres werden über die TSS zusätzlich Termine für Erstgespräche im Rahmen der psychotherapeutischen Sprechstunden und gegebenenfalls eine Akutbehandlung beim Psychologischen Psychotherapeuten vermittelt.

Bestnoten für die Terminservicestelle der KV Berlin
Von diesem Angebot haben die gesetzlich versicherten Berliner zwar rund zur Hälfte gehört (56 Prozent), jedoch kaum genutzt (davon 14 Prozent). Allerdings überzeugt die Qualität der Vermittlung in Berlin im Vergleich besonders: Satte 80 Prozent der Nutzer bescheinigen, sehr gute oder gute Erfahrungen mit der TSS der KV Berlin gemacht zu haben – bundesweit geben das 61 Prozent an. Das positive Ergebnis spiegelt die erfolgreiche Vermittlungsquote der Terminservicestelle in Berlin wider: Hier wurden seit dem Start bis dato alle anspruchsberechtigten Vermittlungswünsche fristgerecht zu einhundert Prozent erfüllt.

 

Alle Informationen zur KBV-Versichertenbefragung finden Sie im Internet unter: www.kbv.de > Mediathek > Studien > Befragungen > Versichertenbefragung (http://www.kbv.de/html/versichertenbefragung.php)

1 Quelle für alle Zahlen: Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 2017: KV Berlin. Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage (durchgeführt von der FGW Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH), Mai/Juni 2017.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 30.08.2017

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