Honorarverhandlungen zwischen KV Berlin und Krankenkassen gescheitert

Berlin, 11. Juli 2017. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin hat die Verhandlungen mit den Krankenkassenverbänden zum Honorarvertrag für das Jahr 2017 nach einer gemeinsamen Sitzung am 10. Juli 2017 für gescheitert erklärt. Ein solcher Honorarvertrag wird in jedem Jahr zwischen der KV und den Krankenkassenverbänden neu verhandelt.

Direkt nach Amtsantritt hatte der neu gewählte Vorstand die bereits in der vorherigen Amtsperiode begonnenen Verhandlungen fortgesetzt, allerdings mit anderen Vorstellungen: Der amtierende Vorstand der KV Berlin vertritt die Ansicht, dass die höheren Kosten der Berliner Arztpraxen durch regionale Punktwertzuschläge ausgeglichen werden müssen. Einen vergleichbaren Anspruch hat das Bundessozialgericht (BSG) am 10. Mai 2017 für die Hamburger Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten bereits bestätigt.

Die Krankenkassen lehnen einen solchen regionalen Punktwertzuschlag für Berlin jedoch rigoros ab. Sie wollten von ihrem bisherigen Angebot nicht abweichen: Dies sieht, wie bereits in den Vorjahren, neben den bundesweit vereinbarten Steigerungsraten (Morbiditätsrate, Orientierungspunktwert), lediglich einen festen Einmalbetrag vor.

Nach dem Scheitern der Verhandlungen hat die KV Berlin das Landesschiedsamt zur Feststellung des Honorarvertrages 2017 angerufen.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 11.07.2017

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