Berliner Ärzte erfüllen ihren Sicherstellungsauftrag

Berlin, 09.05.2017. „Die Berliner Ärzte erfüllen ihren Sicherstellungsauftrag.“ Das erklärte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin vor dem Hintergrund der gestiegenen Fallzahlen. Im Jahr 2016 wurden rund 31 Millionen Behandlungsfälle abgerechnet, zehn Jahre vorher waren es noch knapp 23 Millionen. Das ist eine Steigerung um 35 Prozent bei etwa gleichbleibender Anzahl von Kassenärzten und –psychotherapeuten. Das heißt: Die Patienten gehen nicht nur häufiger in die Notaufnahmen, sie gehen auch häufiger in die Arztpraxen. Es gibt also insgesamt eine höhere Nutzung der medizinischen Versorgung.  

Auch zu sprechstundenfreien Zeiten kümmern sich die Vertragsärzte um akut erkrankte Menschen. Der KV-Vorstand: „Der fahrende Hausbesuchsdienst ist rund um die Uhr und mit bis zu 24 Wagen gleichzeitig im Einsatz. Oft wird uns gesagt, dass dieser Bereitschaftsdienst bei der Bevölkerung nicht bekannt sei. Das können wir angesichts von etwa 150.000 Einsätzen im Jahr nicht nachvollziehen. Dazu kommen knapp 40.000 telefonische Beratungen im Jahr durch einen niedergelassenen Arzt in der Leitstelle der KV Berlin. Im kinder- und jugendärztlichen Bereitschaftsdienst an vier festen Standorten in der Stadt behandeln Vertragsärzte darüber hinaus jährlich 37.000 erkrankte Kinder und Jugendliche. Die KV Berlin unterhält momentan an zwölf Standorten Notdienstpraxen in Krankenhäusern, in denen außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten ambulante Fälle versorgt werden.“ In enger Kooperation stehe die Leitstelle des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes auch mit der Leitstelle der Feuerwehr. Diese schalte den Hausbesuchsdienst ein, wenn der Fall akut, aber nicht lebensbedrohlich sei. 4.107 Fälle habe der KV-Bereitschaftsdienst im letzten Jahr von der Feuerwehr übernommen, 1.115 dorthin abgegeben.

Der neue Vorstand der KV Berlin betonte jedoch: „Angesichts des Inanspruchnahmeverhaltens der Versicherten sehen wir Optimierungsbedarf. Sowohl der ambulante als auch der stationäre Bereich wird in erheblichem Maße belastet. Hier erledigt nicht einer für den anderen die Arbeit, sondern das ganze Gesundheitssystem steht vor einer gemeinsamen Aufgabe. Gegenseitige Vorwürfe oder ein Hin und Her wegen Honorarfragen bringen uns nicht weiter. In diesem Sinne setzen wir auf konstruktive Lösungen mit unseren Gesprächspartnern im Gesundheitswesen und in der Politik.“

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 09.05.2017

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