Vertreterversammlung der KV Berlin:
Resolution zum Medikationsplan

Berlin, 17.10.2016. Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin hat in ihrer Sitzung am 13. Oktober 2016 in Berlin folgende Resolution zum Medikationsplan verabschiedet:

„Die Mitglieder der Vertreterversammlung der KV Berlin lehnen die derzeitigen Konditionen zur Erstellung von Medikationsplänen ab!

Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass jeder Patient einen Medikationsplan erhält. Allerdings ist die umzusetzende Erstellung eines Medikationsplanes mit einem erheblichen Zeitaufwand und erforderlichen Investitionen in Software und Hardware verbunden.

Die vereinbarten Vergütungen sind keinesfalls kostendeckend und stellen durch ihren geringen Umfang eine Provokation dar. Zudem sind die Haftungsfragen für Eigenmedikation des Patienten und Vormedikation durch andere Ärzte nicht geklärt.

Wir fordern deshalb die KBV auf, die rechtlichen Fragen zu klären und mit den Kassen eine Finanzierung der Hard- und Softwarekosten sowie eine bessere, der ärztlichen Tätigkeit angemessene Vergütung zu verhandeln.“

 

(Redaktioneller Hinweis: KBV = Kassenärztliche Bundesvereinigung)

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 17.10.2016

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