KV-Gesundheitsratgeber: Diagnose Krebs - Möglichkeiten der ambulanten Krebstherapie

In Berlin erkranken jedes Jahr mehr als 15.000 Menschen neu an Krebs, deutschlandweit sind es nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 430.000. Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei den unter 65-jährigen Berlinern ist eine Krebserkrankung sogar die häufigste Todesursache.

Fortschritte in der Therapie ermöglichen die ambulante Behandlung

Die medikamentöse Krebstherapie hat in den letzten 20 Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Durch die Einführung neuer, hochwirksamer und besser verträglicher Medikamente haben sich die Behandlungsmöglichkeiten von Tumorerkrankungen erheblich verbessert. Zu der konventionellen Tumorbehandlung mit Chemotherapeutika sind hochspezifische Immuntherapien mit Antikörpern und Hemmstoffen von Tumorwachstumsfaktoren gekommen. Zudem lassen sich mit begleitenden Maßnahmen die Einschränkungen der Lebensqualität durch die Nebenwirkungen der Therapie deutlich vermindern. Auf diese Weise können heute fast alle Krebserkrankungen ambulant behandelt werden. Voraussetzung ist ein entsprechendes Versorgungsangebot.

Das ambulante Berliner Versorgungsangebot 

In Berlin gibt es ein dichtes Netz von niedergelassenen Spezialisten, die in enger Zusammenarbeit mit anderen Haus- und Fachärzten sowie den Krankenhäusern Krebspatienten wohnortnah und in vertrauter Umgebung ambulant behandeln. 240 Ärzte in rund 190 Praxen haben eine Genehmigung der KV Berlin zur Behandlung von Tumorerkrankungen. Von den 190 Praxen betreuen 41 schwerpunktmäßig bzw. ausschließlich Menschen mit Krebs. Zusätzlich kümmern sich 27 Ärzte im Rahmen von Home Care Berlin um die häusliche Versorgung krebskranker Patienten im Endstadium der Tumorerkrankung.

Das Versorgungskonzept: Von der Chemotherapie bis zur psychologischen Betreuung

Das flächendeckende, hochspezialisierte ambulante Berliner Versorgungsangebot ermöglicht Krebspatienten, dass sie ohne Aufnahme in ein Krankenhaus betreut werden und sie weiter in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung leben können. In den onkologischen Schwerpunktpraxen werden alle medizinischen Behandlungen bei Blut- und Krebserkrankungen durchgeführt.

Neben der konventionellen Tumorbehandlung mit Chemotherapeutika werden auch Immuntherapien, Bluttransfusionen sowie Schmerz- und Hormontherapien eingesetzt. In einigen Praxen unterstützen Ernährungsberater, Sozialarbeiter und Psychologen die Arbeit der Ärzte. Die Behandlung erfolgt nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und in enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten sowie Ärzten aus anderen Facharztpraxen und Krankenhäusern. 

Qualitätssicherung

Zur Förderung der Qualität hat die KV Berlin mit den Berliner Krankenkassen besondere Verträge abgeschlossen. Danach dürfen nur erfahrene, hochspezialisierte Ärzte, die bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen, gesetzlich krankenversicherte Tumorpatienten ambulant versorgen. So hat der onkologisch tätige Arzt eine ständige Zusammenarbeit mit anderen Ärzten, insbesondere dem Hausarzt und den Tumorzentren sicherzustellen. Für Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, muss er rund um die Uhr erreichbar sein. Er verpflichtet sich außerdem zur Mitwirkung und Teilnahme an einem onkologischen Arbeitskreis und zum regelmäßigen Besuch von speziellen Fortbildungsveranstaltungen. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird von der KV Berlin regelmäßig überprüft. Eine so umfassende Qualitätssicherung gibt es weder im Krankenhaus noch im privatärztlichen Bereich.

Vorteile einer ambulanten Therapie in der Praxis

  • Krebspatienten werden während der Dauer ihrer Erkrankung von einem einzigen Facharzt mit viel persönlicher Zuwendung betreut – der Patient hat immer denselben Spezialisten als Ansprechpartner.
  • Die Behandlung erfolgt wohnortnah und in vertrauter Umgebung.
  • Die Versorgung reicht von der medikamentösen Behandlung bis zur psychosozialen Unterstützung. Der Patient erhält eine seiner individuellen Krankheitssituation und seinen persönlichen Bedürfnissen angepasste Betreuung aus einer Hand. 
  • Die Behandlung in den Praxen unterliegt einer strengen Qualitätskontrolle durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin. Nur erfahrene, hochspezialisierte Ärzte, die die Qualitätsanforderungen erfüllen, dürfen gesetzlich krankenversicherte Tumorpatienten versorgen.
  • Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern und Tumorzentren garantiert höchste Qualität und Fachkompetenz.
  • Die Behandlung in den Praxen ist zudem preisgünstiger als im Krankenhaus. Dies haben in Berlin auch die Krankenkassen erkannt. Im Rahmen so genannter Strukturverträge, in denen auch die Qualitätsstandards geregelt sind, fördern sie die hochspezialisierte ambulante Tumortherapie in den Praxen mit zusätzlichen Geldern.
  • Die Behandlung erfolgt wohnortnah und in vertrauter Umgebung.
  • Die Versorgung reicht von der medikamentösen Behandlung bis zur psychosozialen Unterstützung. Der Patient erhält eine seiner individuellen Krankheitssituation und seinen persönlichen Bedürfnissen angepasste Betreuung aus einer Hand. 
  • Die Behandlung in den Praxen unterliegt einer strengen Qualitätskontrolle durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin. Nur erfahrene, hochspezialisierte Ärzte, die die Qualitätsanforderungen erfüllen, dürfen gesetzlich krankenversicherte Tumorpatienten versorgen.
  • Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern und Tumorzentren garantiert höchste Qualität und Fachkompetenz.
  • Die Behandlung in den Praxen ist zudem preisgünstiger als im Krankenhaus. Dies haben in Berlin auch die Krankenkassen erkannt. Im Rahmen so genannter Strukturverträge, in denen auch die Qualitätsstandards geregelt sind, fördern sie die hochspezialisierte ambulante Tumortherapie in den Praxen mit zusätzlichen Geldern.

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(Quelle: KV Berlin)

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