Corona-Pandemie: Videosprechstunden weiterhin unbegrenzt möglich

Viele Sonderregelungen, die aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen wurden und bis zum 30. Juni befristet waren, werden bis zum 30. September 2020 verlängert. Allerdings endet die Sonderregelung zur Telefonkonsultation und auch die Erstattung der Portokosten für Folgeverordnungen und Überweisungen entfällt ab Juli.

Mit dem Beschluss bleibt die Konsultation per Video weiterhin unbegrenzt möglich. Dies gilt für das gesamte dritte Quartal, also vorerst bis zum 30. September. Bereits für das zweite Quartal hatten KBV und Krankenkassen die für Videosprechstunden geltenden Beschränkungen aufgehoben. Damit sind Fallzahl und Leistungsmenge nicht limitiert.

Psychotherapeuten dürfen zudem neben Einzeltherapiesitzungen in Einzelfällen auch Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) per Video durchführen.

Das gleiche gilt für die Substitutionsbehandlung: Ärzte können weiterhin bis zu achtmal im Quartal mit opiatabhängigen Patienten eine Videosprechstunde durchführen. Nicht mehr berechnungsfähig ist dagegen der „Zuschlag Therapiegespräch“ (GOP 01952) bei ausschließlich telefonischem Arzt-Patienten-Kontakt ab dem 1. Juli.

Ebenfalls um ein Quartal verlängert wird die Sonderregelung, nach der genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden können, ohne dass hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen muss.

auch die Notfallregelungen für die Dialyseversorgung wurden bis zum 30. September verlängert, um die Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten weiterhin sicherzustellen.

Diese Sonderregelung endet

Die sinkenden Infektionszahlen in Deutschland und die damit einhergehenden Lockerungsmaßnahmen sind ein Grund dafür, dass der Bewertungsausschuss die Sonderregelung zur Telefonkonsultation nicht über den 30. Juni hinaus verlängert hat. Die telefonische Konsultation war ausgeweitet worden, damit Psychotherapeuten und Ärzte ihre Patienten, die in den vergangenen Wochen aufgrund der hohen Infektionsgefahr nicht in die Praxis kommen konnten, öfter und länger telefonisch betreuen können.

Weitere Informationen

Kurzüberblick Sonderregelungen der KBV

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin
Achtung: Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert. | Erstellt am: 19.06.2020

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