Zweimalige Masern-Schutzimpfung für bestimmte Personengruppen verpflichtend

Seit dem 1. März 2020 müssen bestimmte Personengruppen ihren Masernimpfschutz nachweisen. Sie haben Anspruch auf die zweimalige Masernimpfung mit einem Kombinationsimpfstoff (Masern, Mumps, Röteln, bei entsprechender Indikation zusätzlich Varizellen) zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Nachweispflicht über die zweimalige Masernimpfung oder –immunität gilt für folgende Personengruppen, die nach dem 31. Dezember 1970 geboren sind:

  • alle im Gesundheitswesen Arbeitenden, also neben medizinischem Personal auch Küchen- und Reinigungspersonal, ehrenamtlich Tätige, Praktikanten und Hausmeister
  • Lehrer, Erzieher, Betreuer, Tagesmütter usw.
  • Bewohner und Mitarbeitende in Gemeinschaftseinrichtungen wie beispielsweise in Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften Kinder ab 2 Jahren in Kitas, Schulen usw.

Kinder, die bereits im Kindergarten und in der Schule betreut werden, und Personen, die bereits vor Inkrafttreten des Masernschutzgesetzes in einer der genannten Einrichtungen tätig waren, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 nachreichen. Als Nachweis gilt ein Eintrag im Impfausweis. Wer die Krankheit schon einmal durchlitten hat, kann ein ärztliches Attest (private Liquidation, keine Kassenleistung) vorlegen. Impfende Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, die zweimalige Masernschutzimpfung bei den genannten Personengruppen durchzuführen.

Weitere Informationen sind auf einer Themenseite zum Masernschutzgesetz zusammengestellt

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin
Achtung: Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert. | Erstellt am: 15.06.2020

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