Zweimalige Masernimpfung für Praxispersonal jetzt Kassenleistung

Die Krankenkassen übernehmen ab sofort bei Praxispersonal die Kosten für eine zweimalige Impfung gegen Masern. Der Beschluss, mit dem der Gemeinsame Bundesausschuss Anfang März die Schutzimpfungs-Richtlinie angepasst hatte, ist am 15. Mai in Kraft getreten.

Der Anspruch auf eine zweimalige Masernimpfung mit einem Kombinationsimpfstoff (Masern, Mumps, Röteln, bei entsprechender Indikation zusätzlich Varizellen) zulasten der GKV gilt unter anderem für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen, ambulanten Pflegediensten oder Krankenhäusern, die nach dem 31. Dezember 1970 geboren sind. Bisher war nur eine Impfung aufgrund beruflicher Indikation vorgesehen.

Mit der zweimaligen Impfung sollen die Betroffenen besser gegen Masern geschützt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) folgt damit den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Diese sehen seit Januar 2020 bei einer beruflichen Indikation eine zweimalige Masernimpfung vor. Erst dann gilt der Impfschutz als vollständig.

Weitere Informationen
Masernschutzgesetz: Wichtige Informationen für den Praxisalltag (Themenseite)
PraxisInfo: Masern-Schutzimpfung – Neuerungen durch das Masernschutzgesetz
G-BA Beschluss zur Umsetzung der STIKO-Empfehlung zur Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln oder Varizellen aufgrund beruflicher Indikation

(Quelle: KBV)

Autor: KV Berlin
Achtung: Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert. | Erstellt am: 25.05.2020

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