Corona-Pandemie: Funktionelle Entwicklungstherapie vorübergehend per Video möglich

Bis Ende Juni kann die funktionelle Entwicklungstherapie im Rahmen der sozialpsychiatrischen Versorgung bei Kindern und Jugendlichen auch per Video erfolgen. Für die Abrechnung wurde die neue GOP 14223 in den EBM aufgenommen.

Um die sozialpsychiatrische Versorgung während der Corona-Pandemie zu erleichtern, haben sich Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband auf eine Sonderregelung geeinigt. Seit dem 15. Mai und befristet bis zum 30. Juni ist es möglich, bei Kindern und Jugendlichen die funktionelle Entwicklungstherapie als Videosprechstunde durchzuführen.

Da diese Leistung (GOP 14310) aus fachlicher Sicht nicht in vollem Umfang per Video zu erbringen ist, wurde vorübergehend die GOP 14223 (102 Punkte/11,21 Euro) in den EBM aufgenommen: Zusätzlich ist der Technikzuschlag für Videosprechstunden (GOP 01450) abrechenbar.

Die neue Leistung beinhaltet videogestützte Maßnahmen einer funktionellen Entwicklungstherapie durch qualifizierte nichtärztliche Mitarbeiter gemäß der Sozialpsychiatrie-Vereinbarung (SPV-Mitarbeiter). Sie findet als Einzelbehandlung statt und ist je vollendete 15 Minuten berechnungsfähig.

Achtung: Um diese Einzelbehandlung per Video durchführen zu können, muss die Patientin oder der Patient in den letzten vier Quartalen (einschließlich des aktuellen Quartals) mindestens einmal in der Praxis gewesen sein.

 

(Quelle: KBV)

Autor: KV Berlin
Achtung: Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert. | Erstellt am: 20.05.2020

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