Zweitmeinung bei Schulterarthroskopie: Mehr Ärzte können GOP 01645 abrechnen

Nehmen Patienten für eine geplante Schulterarthroskopie eine Zweitmeinung in Anspruch, können jetzt auch Orthopäden, Unfallchirurgen und Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin, die die Indikation als sogenannte Erstmeiner gestellt haben, die GOP 01645 abrechnen. Die Änderung tritt rückwirkend zum 1. April in Kraft.

Bereits seit dem 20. Februar kann die ärztliche Zweitmeinung auch bei einer geplanten Schulterarthroskopie eingeholt werden. Folgende Ärzte können ab diesem zweiten Quartal die Aufklärung und Beratung im Zusammenhang mit dem ärztlichen Zweitmeinungsverfahren abrechnen, wenn sie die Indikation für eine Schulterarthroskopie gestellt haben:

  • Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Fachärzte für Orthopädie
  • Fachärzte für Chirurgie mit Schwerpunkt Unfallchirurgie
  • Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Der ergänzte Bewertungsausschuss (ergBA)hat dazu rückwirkend zum 1. April 2020 die Aufnahme der GOP 01645 in weitere Präambeln des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) beschlossen. Die GOP wurde in die Kapitel 7.1 Nr. 4, 18.1 Nr. 2 und 27.1 Nr. 2 EBM aufgenommen.

Weitere Informationen:
Beschluss des ergBA
Infoseite der QS-Leistung

(Quelle: KBV)

Autor: KV Berlin
Achtung: Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert. | Erstellt am: 19.05.2020

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