Corona-Pandemie: Anpassung der GOP 32816: Labore können weitere Testverfahren durchführen

Testungen auf SARS-CoV-2, die nach der GOP 32816 abrechnungsfähig sind, können Laborärzte nun nicht nur mittels RT-PCR, sondern seit dem 1. Mai auch mittels anderer Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren durchführen und abrechnen.

Dies wurde in den EBM mit aufgenommen, da die SARS-CoV-2-Ausbruchszahlen zu einem stetig steigenden Bedarf an Reagenzien und Verbrauchsmaterialien für die Testungen auf SARS-CoV-2 nach RT-PCR geführt hat. Die Befundübermittlung soll innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Die zeitliche Vorgabe der Befundübermittlung hat der Bewertungsausschuss rückwirkend zum 1. Februar als Soll-Regelung ausgestaltet, da wegen knapper oder fehlender Materialien zur Testung in den Laboren, eine Befundübermittlung innerhalb von 24 Stunden nicht immer möglich war oder ist. Die angepasste GOP 32816 dürfen Fachärzte für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie abrechnen. Es obliegt der Entscheidung des Labors, welcher Test durchgeführt wird. Der Beschluss steht noch unter dem Vorbehalt der möglichen Beanstandung durch das Bundesgesundheitsministerium. Nach Abschluss des Unterschriftenverfahrens ist der Beschluss hier aufrufbar.

(Quelle: KBV)

Autor: KV Berlin
Achtung: Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert. | Erstellt am: 15.05.2020

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