Substitution: Therapiegespräche befristet per Telefon und Video möglich und neue GOP im EBM

Aufgrund der Corona-Pandemie können befristet bis zum 30. Juni auch therapeutische Gespräche zur Substitutionsbehandlung per Telefon oder Videosprechstunde geführt werden. Außerdem wurde rückwirkend zum 1. April die Behandlung von Opioidabhängigen mit einem Depotpräparat als neue Leistung in den EBM aufgenommen.

Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband haben sich darauf geeinigt, dass die GOP 01952 für das mindestens zehnminütige therapeutische Gespräch auch bei telefonischem Arzt-Patienten-Kontakt oder im Rahmen einer Videosprechstunde abgerechnet werden kann. Die GOP 01952 darf außerdem bis zu achtmal statt bislang viermal im Quartal berechnet werden. Diese Regelungen gelten befristet bis zum 30. Juni.

Neue GOP 01953

Die subkutane Verabreichung von Buprenorphin-Depotpräparat (Buvidal®) ist als Behandlungsmethode Opiodabhängiger anerkannt, war bisher aber nicht über den EBM abzurechnen. Rückwirkend zum 1. April wurde deshalb die GOP 01953 in den EBM aufgenommen, die die Behandlung mit einem Depotpräperat wie Buvidal® und die Betreuung im Rahmen der Nachsorge abbildet. Die GOP ist je Behandlungswoche einmal berechnungsfähig und mit 130 Punkten bewertet. Wie alle Substitutionsleistungen ist auch diese extrabudgetär. Der Beschluss des Bewertungsausschusses ist zunächst bis zum 30. September befristet.

Weitere Informationen:
Beschluss des Bewertungsausschusses
Infoseite zur QS-Leistung

(Quelle: KBV)

Autor: KV Berlin
Achtung: Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert. | Erstellt am: 23.04.2020

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