Qualitätssicherungsvereinbarung Koloskopie: Anpassungen zum 1. April 2020

Die Partner des Bundesmantelvertrages haben Änderungen der Qualitätssicherungsvereinbarung zur Koloskopie nach § 135 Abs. 2 SGB V beschlossen, die die Auflagen zur Aufrechterhaltung der fachlichen Befähigung nach § 6 betreffen. Ziel der Anpassung ist es, eine bundesweit einheitliche Prüfpraxis der vereinbarten Qualitätsmaßnahmen sicherzustellen.

So wurden in § 6 die Anforderungen an die Zahlen jährlich zu erbringender Koloskopien beziehungsweise Polypektomien und die Anforderungen an die Mängelfreiheit klar getrennt. Die Aufrechterhaltung der fachlichen Befähigung erstreckt sich auf folgende vier Aspekte:

  • Selbstständige Durchführung von mindestens 200 totalen Koloskopien innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten. Die Koloskopien müssen ohne Mängel nach Absatz 3 sein.
  • Selbstständige Durchführung von mindestens 10 Polypektomien innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten. Die Polypektomien müssen ohne Mängel nach Absatz 4 sein.
  • Die Kassenärztliche Vereinigung stellt jährlich fest, ob der erforderliche Nachweis zur Durchführung der totalen Koloskopie nach Absatz 3 geführt wurde.
  • Die Kassenärztliche Vereinigung stellt jährlich fest, ob der erforderliche Nachweis zur Durchführung der Polypektomie nach Absatz 4 geführt wurde.

Für die Genehmigungsinhaber stellen die Anpassungen keine geänderte Nachweispflicht dar.

Die Koloskopie-Vereinbarung mit Stand 1. April 2020 ist auf der QS-Seite der KV Berlin hinterlegt.

(Quelle: KBV)

Autor: KV Berlin
Achtung: Der Text gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Über ggf. weitere Neuigkeiten zum Thema wird an anderer Stelle informiert. | Erstellt am: 22.04.2020

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