Corona-Pandemie: Versorgung von Patienten ohne das Einlesen der eGK

Derzeit gibt es viele Möglichkeiten Patienten zu versorgen, ohne dass sie in die Praxis kommen müssen. KBV und GKV-Spitzenverband haben vereinbart, in welchen Fällen das Einlesen der Versichertenkarte entfallen kann.

Gemäß der Vereinbarung muss für die telefonische Konsultation sowie für Folgerezepte nach telefonischer Anamnese, Überweisungen und Folgeverordnungen keine der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) vorgelegt werden, wenn der Patient in den zurückliegenden sechs Quartalen (1. Oktober 2018 bis 31. März 2020) mindestens einmal in der Praxis war. In diesen Fällen übernimmt die Praxis die Versichertendaten aus der Patientenakte.

Die Regelung gilt auch für Videosprechstunden und die telefonische Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Hier gibt es außerdem die Möglichkeit auch der Praxis unbekannte Patientinnen und Patienten zu behandeln. Patienten übermitteln ihre Versichertendaten in diesem Fall per Telefon oder Video an die Praxis.

In welchen Fällen das Einlesen der eGK nicht erforderlich ist und wie die Praxis die Daten alternativ erfassen kann, stellt eine KBV-Praxisinformation (PDF, 394 KB [2 Seiten]) zusammen.

(Quelle: KBV)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 07.04.2020

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