Neu im EBM: Gen-Untersuchung vor Verabreichung von Mayzent

Zum 1. April wurde eine neue Leistung in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen: Die Vergütung einer genetischen Untersuchung, die vor der Verabreichung des Medikaments Mayzent zur Behandlung von Multipler Sklerose erforderlich ist.

Mayzent wird bei progredienter Multipler Sklerose angewendet und soll das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Im Zusammenhang mit der frühen Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ergab die Prüfung des Medikaments Mayzent einen Anpassungsbedarf im EBM.

Deshalb wurde zum 1. April 2020 die Gebührenordnungsposition (GOP) 32866 neu in den EBM aufgenommen. Die GOP 32866 ist mit 82 Euro bewertet und wird zunächst für zwei Jahre befristet extrabudgetär vergütet. Anschließend überprüft der Bewertungsausschuss die Finanzierung.

Mit der neuen GOP wird die Untersuchung der Allele CYP2C9*1, *2 und *3 des CYP2C9-Gens abgebildet. Die Untersuchung ist notwendig, da der CYP2C9-Metabolisierungsstatus des Patienten bekannt sein muss, bevor der im Arzneimittel Mayzent enthaltene Wirkstoff Siponimod verabreicht wird.

Die Durchführung und Abrechnung der GOP 32866 erfordert eine Genehmigung der Kassenärztliche Vereinigung Berlin gemäß Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor.

(Quelle: KBV)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 06.04.2020

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