Corona-Pandemie: Mammographie-Screening ausgesetzt

In Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium hat der Gemeinsame Bundesausschuss das Einladungswesen für das Mammographie-Screening vorerst ausgesetzt. Damit soll das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus minimiert werden.

Update 28.04.2020: Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgesetzte Frist für die Aussetzung des Einladungswesens wird nicht verlängert. Ab dem 4. Mai werden für das Mammographie-Screening wieder Einladungen verschickt. Somit können in den Screening-Einheiten demnächst wieder Mammographie-Aufnahmen – unter Einhaltung der Infektionsschutzregeln – erstellt werden. Auch ausgefallene Früherkennungsuntersuchungen können dann nachgeholt werden. Achtung: Mit der Wiederaufnahme des Einladungswesens entfällt die in Artikel 1 Absatz 3 der Übergangsvereinbarung genannte Möglichkeit, den Versorgungsauftrag im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms teilweise befristet auszusetzen.

Bis zum 30. April werden keine Einladungen verschickt. Nach Beendigung der Aussetzung wird der Einladungsversand umgehend nachgeholt.

Frauen, die erst jüngst zur Untersuchung waren und bei denen ein auffälliger Befund festgestellt wurde, erhalten unverändert eine zeitnahe Abklärungsdiagnostik. Frauen mit akut auffälligen Befunden außerhalb des Screenings werden wie bisher kurativ versorgt.

Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger wird demnächst erfolgen. Die vorübergehende Aussetzung des Einladungswesens hat auch Auswirkungen auf die Qualitätssicherungsvorgaben der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie und auf den Anhang 9.2 des Bundesmantelvertrags für Ärzte. Befristete Änderungsbeschlüsse dieser Regelungen werden derzeit vorbereitet.

Weitere Informationen in der Praxisnachricht der KBV.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 26.03.2020

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