Corona-Pandemie: Mammographie-Screening ausgesetzt

In Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium hat der Gemeinsame Bundesausschuss das Mammographie-Screening vorerst ausgesetzt. Damit soll das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus minimiert werden.

Die Standorte aller bundesweiten Screening-Einheiten werden zum Ende dieser Woche vorübergehend geschlossen. Bis zum 30. April werden keine Einladungen verschickt. Nach Beendigung der Aussetzung wird der Einladungsversand umgehend nachgeholt.

Frauen, die erst jüngst zur Untersuchung waren und bei denen ein auffälliger Befund festgestellt wurde, erhalten unverändert eine zeitnahe Abklärungsdiagnostik. Frauen mit akut auffälligen Befunden außerhalb des Screenings werden wie bisher kurativ versorgt.

Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger wird demnächst erfolgen. Die vorübergehende Aussetzung des Screening-Betriebs hat auch Auswirkungen auf die Qualitätssicherungsvorgaben der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie und auf den Anhang 9.2 des Bundesmantelvertrags für Ärzte. Befristete Änderungsbeschlüsse dieser Regelungen werden derzeit vorbereitet.

Weitere Informationen in der Praxisnachricht der KBV.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 26.03.2020

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